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Reiten: Operation nach Sturz in Stockholm

Nächste lange Pause für Philipp Schulze Topphoff

Münster

Das ist äußerst bitter für Philipp Schulze Topphoff. Gerade erst hatte der Springreiter eine Schulterverletzung samt Operation aus dem April überstanden, da bremst ihn die nächste Blessur aus. In Stockholm verletzte er sich bei einem Sturz schwer am rechten Bein und wurde am Mittwoch erneut operiert. Damit fällt Schulze Topphoff in den nächsten Wochen wieder aus.

-hen-

Beim CHIO in Aachen wird Philipp Schulze Topphoff diesmal nicht mit Carla starten können. Bei einem Foto: imago/Chai v.d. Laage

Es ist noch gar nicht so lange her, da hatte Philipp Schulze Topphoff eine Zwangspause bereits einlegen müssen. Im Training kurz nach dem Weltcup-Finale war der Springreiter des RV Roxel gestürzt, hatte sich Mitte April schwer an der Schulter verletzt. Eine Operation war unumgänglich, ebenso wie die folgende Geduldsprobe.

Doch Schulze Topphoff kehrte zügig und erfolgreich wieder in den Sattel zurück – nun wurde er jedoch wieder abrupt ausgebremst. In Stockholm, wo die achte Etappe der Global Champions Tour stattfand, war er mit seiner Stute Carla am Sonntagmorgen zu Fall gekommen und hatte sich schwer am rechten Bein verletzt. Die Diagnose ist niederschmetternd: fünffacher Bruch im Fuß, Außenband gerissen und dazu der Schienbeinkopf beschädigt. Am Mittwoch wurde Schulze Topphoff in der Uniklinik Münster operiert, erneut wartet nun eine lange Auszeit auf ihn. „Das wird sicher acht Wochen dauern“, sagte der Pechvogel, für den die grüne Saison 2022 alles andere als gut verläuft. „Das ist echt ärgerlich.“

Vater Bernd und Schwester Marie springen ein

Den CHIO in Aachen, wo der in Havixbeck lebende Reiter im vergangenen Jahr für Furore gesorgt hatte, wird er ebenso verpassen wie weitere Auftritt auf der millionenschweren Global Champions Tour oder das Turnier der Sieger auf dem münsterischen Schlossplatz. „Im April haben viele zu mir gesagt: ,Gut, dass es jetzt ­passiert ist und nicht zwei Monate später.’ Und jetzt bin ich wieder verletzt“, meinte Schulze Topphoff, dessen Pferde um Concordess, Carla oder Clemens de la Lande nun von seinem Vater Bernd und seiner Schwester Marie in Schuss gehalten werden.

Aufmunterung und Genesungswünsche erreichten ihn auf vielen Kanälen von Kollegen und Freunden, auch Ludger Beerbaum und Bundestrainer Otto Becker meldeten sich bei ihm. Ein kleiner Trost für den Unglücksraben der Saison, der nun erneut eine Menge ­Geduld aufbringen muss.

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