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Basketball: 2. Liga ProB

Noch ist alles drin – WWU Baskets verlieren gegen die Giants Leverkusen 86:89

Münster

Was für ein Finish: 3000 Zuschauer im Tollhaus Berg Fidel wurden Zeuge eines packenden ersten Finalspiels zwischen den WWU Baskets und den Giants aus Leverkusen. Mit einem furiosen Dreier holte sich der Gast mit der Schlusssirene beim 89:86 den ersten Sieg im letzten Akt in zwei Teilen. Das Rückspiel steigt am Freitag unter dem Bayer-Kreuz.

Thomas Austermann

Im Baskets-Aufbau mit starken 15 Minuten auf dem Parkett: Youngster Nico Funk Foto: Jürgen Peperhowe

Der letzte Akt, Teil eins. Und was für einer! Die WWU Baskets Münster räumen nach der in allerletzter Sekunde erlittenen 86:89 (50:50)-Niederlage gegen Bayer Giants Leverkusen im ersten Finalspiel um den Titel in der 2. Bundesliga Pro B die Halle Berg Fidel, die beim letzten Heimspiel durch 3000 Zuschauer einmal mehr zum Tollhaus mutierte. Minutenlang feierten die Zuschauer die Münsteraner, die am Freitag (20 Uhr) in Leverkusen die Chance haben, doch noch nach der Auszeichnung zu greifen. Erst die Addition beider Endspiele ergibt den Meister.

Der Süd-Beste siegte am Ende, weil der überragende Powerforward Nick Hornsby den allerletzten Dreier-Wurf unnachahmlich versenkte von außen. Zuvor kochte die Kulisse, als Nino Celebic mit einem Dreier zur 86:84-Führung der Gäste traf, Jan König aber zwei von drei Freiwürfen zum Ausgleich nutzte. Abgezockt und kühl aber blieb der US-Amerikaner Hornsby in der finalen Aktion.

Leistungsträger angeschlagen

Trainer Philipp Kappenstein und Jan König nutzten den Raum zur Ansprache an die Kulisse, dankten den Fans und versprachen, Freitag noch mal alles raus zu hauen. „Ich ziehe den Hut vor dieser unglaublichen Truppe“, sagte der Coach und meine alle Kaderspieler. Kapitän König wünschte sich: „Lasst uns die Leverkusener Halle zu unserem Tempel machen!“ Drei Busse haben die Baskets schon voll und können noch mehr ordern.

194 Gäste-Fans trugen zur Klasse-Stimmung bei, die ein intensives Duell sah, in dem keine Geschenke verteilt wurden. Dass der nach Risswunde an der Hand gehandicapte Malcom Delpeche nicht im Vollbesitz seines Zutrauens war, musste irgendwie aufgefangen werden. Auch Aufbau Jojo Cooper erwischte nicht seinen besten Tag. Ihm unterliefen einige zu wilde Aktionen.

Leverkusen legte, enorm sicher und schnell im Passspiel, ein 13:6 vor. Aber Stefan Weß war ja da – von den 17 Punkten der Baskets im ersten Viertel markierte er 15 an der Zahl. Münster hatte Platz auf außen und nutzte das gnadenlos aus. Am Ende saßen 15 Dreier bei 30 Versuchen.

Ungewohnte Defensivschwächen

Munterer und bisweilen wilder ging es im zweiten Viertel zur Sache, dass die Baskets mit 33:32 holten. Defensivschwächen gerade in der Zone aber mussten vorne gekontert werden. Jan König traf jetzt aus der Distanz. Bayer wechselte viel. Bei zwei Aufbauspielern von Format, Nino Celebic und Alexander Blessig, geht das auch.

Im Baskets-Aufbau zeigte Nico Funk starke 15 Spielminuten gegen die namhafte Konkurrenz. Jan König blieb „on fire“ und traf auch zum 21:15 im dritten Durchgang, ebenso Alex Goolsby. Aber nicht alles gelang. Die homogen agierenden Riesen vom Rhein, die der ehemalige Nationalmannschafts-Dauerbrenner Hansi Gnad coacht, schockte auch ein Sechs-Punkte-Rückstand nicht. Sie hatten immer einen Plan zur Reaktion. „Es ist erst Halbzeit. Wir sind drei Punkte vor. Mehr nicht“, sagte Gnad.

Punkteverteilung:

WWU Baskets: J. König (29/7), Weß (22/3), Porcher (10/2), Goolsby (6/2), Delpeche (6), A. König (4), Padberg (3), Cooper, Funk, Hänig (je 2)

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