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Fußball: Bezirksliga

Nullacht obenauf, Gelmer punktlos: Das ist die Derby-Bilanz von Münsters Clubs

Münster

Fünf von 17 Teams in der Bezirksliga 12 kommen aus Münster. Also: Derbys in Hülle und Fülle. Im direkten Vergleich gewann der SC Münster 08 alle Spiele – und setzt sich so an die Spitze der „Münster-Liga“.

Hier zwar obenauf, im direkten Vergleich aber mit 1:4 unterlegen: BW Aasees Kevin Brandt (Mi.) im Duell mit Nico Rehberg von Münster 08. Foto: Wilfried Hiegemann

Gleich fünf Teams aus Münster treten in der Bezirksliga Staffel 12 an. Bedeutet: Im Schnitt gibt es öfter als jede zweite Woche ein Derby. Unentschieden waren bisher Fehlanzeige. Für einige Teams sind diese direkten Vergleiche besonders wichtig, anderen ist es eigentlich egal, gegen wen es geht.

Gerrit Göcking, Trainer des SC Münster 08, zählt zur ersten Kategorie: „Derbys bringen viel Brisanz mit.“ Für seine Mannschaft, aber auch für ihn persönlich. Der 32-Jährige selbst war noch vergangene Saison Trainer bei GW Gelmer, in Kinderhaus kickte der Übungsleiter davor viele Jahre. „Bei aller Liebe für die alten Vereine, will man natürlich gewinnen, sonst muss man sich einige Sprüche von den früheren Kollegen gefallen lassen.“

Genugtuend für ihn: Alle vier Derbys gewann Nullacht. Gleich in seinem ersten Pflichtspiel fertigten die Kanalkicker seine alte Liebe Gelmer mit 8:0 ab. Besondere Erinnerungen hat Göcking aber vor allem an das Stadtduell gegen Borussia Münster, das seine Elf mit 2:0 gewann. „Die Leistung ist unsere Messlatte, da haben wir gezeigt, was möglich ist,“ sagt der Coach.

Hupe: Derby-Siege nicht wichtiger

Sein Gegenüber bei der Borussia, Henry Hupe, sieht die Bedeutung ein bisschen anders: „Drei Punkte im Derby sind genauso wichtig wie sonst auch.“ Selbst beeindruckende Siege wie ein 10:0 gegen BW Aasee bleiben nicht mehr in Erinnerung als andere Spiele. Im Gegenteil: „Knappe Siege sind sogar emotionaler.“ Dennoch seien seine Spieler besonders heiß auf eine Revanche gegen Nullacht (12. Februar).

BWA-Trainer André Kuhlmann sieht sein Team in einer Sonderrolle: „Bei uns spielen viele Studenten, die haben zur Stadt einen anderen Bezug.“ Einige Duelle sind dann aber doch prestigeträchtig: „Das Spiel gegen Borussia ist schon fast ein Straßenduell. Uns trennen ja nur 500 oder 600 Meter Luftlinie.“ Die schmachvolle 0:10-Klatsche sei allerdings „abgehakt. Das war ein Tag, an dem wirklich alles gegen uns lief.“ Mit einem 3:0-Sieg gegen Gelmer blickt Aasee auch auf ein erfolgreiches Derby zurück. Grundsätzlich gilt für Kuhlmann aber die Devise: „Wir müssen Punkte holen – gegen wen, ist eigentlich egal.“

Gelmer-Coach Sroub freut sich auf Derbys

Das einzige im direkten Vergleich noch sieg- und punktlose Team ist Gelmer. Doch trotz drei Niederlagen aus drei Spielen freut sich Trainer Simo Sroub auf die Schlagabtausche mit den anderen Teams aus Münster: „Solche Klassiker sind immer besonders schön.“ Eine Chance auf etwas Zählbares haben die Nordmünsteraner noch: Am Sonntag (14.30 Uhr) wird Westfalia Kinderhaus II an der Hakenesheide erwartet. Nach zwei Siegen in Serie haben die Hausherren eine breite Brust. Aber: Die erste Mannschaft der Kinderhauser hat schon frei – Unterstützung für die Zweite ist also möglich.

Für Kinderhaus-II-Co-Trainer Philipp Hollenhorst sind Derbys immer etwas besonderes, vor allem die Kellerderbys gegen BW Aasee und das kommende Duell gegen GW Gelmer haben eine hohe Brisanz: „Da kann man sich gegenseitig die Punkte klauen,“ so Hollenhorst. Daher ist es auch der 3:2-Sieg gegen Aasee, der bei Hollenhorst die besten Erinnerungen weckt. „Damit konnten wir unser Polster erweitern,“ freut er sich. Der Sieg bedeutet für Kinderhaus II den dritten Platz in der internen „Münster-Liga“, deren Fortsetzung in der Rückrunde folgt.

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