Motorsport: Dacia aus dem Münsterland kommt ins Ziel

Oldie hält 24 Stunden durch

Münster

Das erste Ziel: das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring beenden. Das zweite: nicht Letzter werden. Beides hat die Crew um Team-Manager Oliver Kriese mit ihrem Dacia Logan geschafft. Die Eindrücke der Außenseiter aus Münster waren überwältigend.

Geschafft! Das Rennsport-Team aus dem Münsterland mit seiner Zentrale am Kappenberger Damm hat durchgehalten und ist beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring über die Ziellinie gerollt. Am Ende landete die Crew mit dem leistungsschwächsten Kfz im Feld, einem Dacia Logan mit gut 160 PS, auf Rang 98 von 125 gestarteten Rennwagen – 99 Autos beendeten das Rennen. Sieger der Herzen war zweifellos der Oldie aus Westfalen.

„Das ist schon ein sehr großer Erfolg. Wir hatten mit dem letzten Platz gerechnet, aber am Ende konnten wir noch einige Kontrahenten auf Distanz halten. In unserer Klasse sind wir Vierter geworden. Im Prinzip wollten wir eigentlich nur ins Ziel kommen. Das ist uns auf jeden Fall gelungen. Wir hatten nur kleinere Fahrwerksprobleme, ansonsten lief der Dacia“, jubelte Team-Manager und Fahrer Oliver Kriese nach dem Rennhöhepunkt in der Eifel.

Vor, während und nach der Veranstaltung stand das Handy bei Kriese nicht still, der Hype um das kleine Team und ihren totalen Außenseiter ging – weit über das Münsterland hinaus – quasi durch die Decke. „Ich habe das Telefon schon ausgestellt. Es ging einfach nicht mehr. Medien, Sponsoren, Fans – alle wollen etwas von uns“, lacht der Kfz-Fachmann aus Münster, dessen Blick jetzt schon wieder nach vorne geht. „So wie es derzeit aussieht, werden wir wohl auch im nächsten Jahr starten. Mal sehen, wo wir dann mit unserem Dacia landen werden...“ Die Augen werden sicher wieder auf sie gerichtet sein.

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