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Reiten: Agravis-Cup in Münster

Oliver Schulze Brüning: „Sind für 2023 gut aufgestellt“

Münster

Das traditionsreiche Turnier des Reiterverbands Münster in der Halle Münsterland fiel ein zweites Mal der Corona-Pandemie zum Opfer. Umsonst waren die viele Stunden, die Turnierchef Oliver Schulze Brüning und sein Team in Vorbereitung auf den Agravis-Cup investiert hatten. Doch die Entscheidung abzusagen, war richtig – und der Blick in den Januar 2023 ist durchaus positiv.

-hen-

Volles Haus bei der „Bauernolympiade“ – 2022 pandemiebedingt nicht, die Hoffnung ruht nun auf den Januar 2023. Foto: Jürgen Peperhowe

Samstagmorgen in der Halle Münsterland. Der Trubel ist groß, die Nervosität mindestens ebenso. Die Mannschaften im Wettkampf um die Wanderstandarte der Stadt Münster bereiten sich auf das abschließende Springen vor, die Entscheidung um den Sieg in der „Bauernolympiade“ steht bevor. Dieses Szenario spielte sich dergestalt letztmals vor zwei Jahren ab. Dann kam die Pandemie und mit ihr die zweifache Absage des traditionellen Reitturniers, das 2022 erstmals unter dem Titel „Agravis-Cup“ gelaufen wäre.

„Das ist schade“, sagt Turnierchef Oliver Schulze Brüning nicht nur mit Blick auf die Teams, die sich bis zur endgültigen Absage im Dezember gewissenhaft vorbereitet hatten. Der Reiterverband Münster als Ausrichter hatte im Vorfeld Übungseinheiten („Test of Choice“) angeboten – letztlich vergebliche Mühe, wie so viele investierte Stunden der Planung und Vorbereitung. „Ich hatte diesmal so viel Arbeit wie nie zuvor. Bestimmt doppelt so viel“, sagt Schulze Brüning, der mit seinem Team in ständigem Austausch mit dem Ordnungsamt und der Halle stand, um den aktuellen Hygienevorschriften gerecht zu werden, dementsprechend das Ticketing und die Abläufe anzupassen. „Im Oktober auf unserer Mitgliederversammlung waren wir guter Hoffnung, dass das Turnier unter 2G-Regeln stattfinden kann.“

„Kleine fünfstellige Summe“ investiert

Bekanntermaßen kam es anders, die Entscheidung aber bereuen die Organisatoren trotz der investierten Zeit und der „kleinen fünfstelligen Summe“ (Schulze Brüning) nicht. „Es war absolut richtig. Wir haben keinerlei negative Resonanz aus den Vereinen oder den Sponsoren bekommenz, haben es ja auch immer offen kommuniziert“, so der Vorsitzende des Reiterverbands.

Hoffnung auf Trubel im nächsten Jahr

Überhaupt blickt Schulze Brüning zuversichtlich auf den Januar 2023, auch wenn nach dann drei Jahren Pause viele Dinge wieder neu angeschoben, wieder aufgebaut werden müssen. „Aber ich denke, dass wir gut aufgestellt sind. Die Partner halten uns die Treue, sehen, wie engagiert wir sind“, sagt Schulze Brüning.

In diesen Tagen – noch bis Sonntag hätte der Agravis-Cup stattgefunden – denkt er häufig ans Turnier. „Jetzt wäre die Kür der Bauernolympiade gewesen, jetzt das Championat, das Wetter hätte gepasst – solche Gedanken habe ich schon.“ 2022 bleibt es nur ein Schwelgen in Erinnerungen, in zwölf Monaten aber soll das Turnier mit all seinem Trubel am Samstagmorgen wieder laufen.

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