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Volleyball: 2. Bundesliga

Orderbase Volleys spüren Appetit auf mehr

Münster

Die Orderbase Volleys haben ihr erstes Spiel in der 2. Bundesliga verloren. Gänzlich unzufrieden waren sie dennoch nicht. Das erste Auswärtsspiel führt die Gievenbecker 500 Kilometer über die Autobahn – eine Strecke.

Von Wilfried Sprenger

Kai Annacker (r.) sieht die Orderbase Volleys auf dem richtigen Weg. Foto: Wilfried Hiegemann

Premiere verloren, Zuversicht gewonnen. Das erste Zweitliga-Spiel der Oderbase Volleys hat nicht nur den Protagonisten Appetit auf mehr gemacht. „Wir haben nachher mit einigen Zuschauern gesprochen. Sie haben versichert, gern wiederzukommen“, sagte Trainer Kai Annacker.

Der Aufsteiger war am Samstag dem Kieler TV 1:3 unterlegen, aber gar nicht so weit entfernt vom Niveau des gestandenen Klassen-Rivalen. Annacker: „Zweieinhalb Sätze lang waren wir dabei, einen davon haben wir sogar gewonnen. Das ist doch gar nicht so schlecht für den Anfang.“

Kiel mit hohem Anspruch

Wahrlich nicht. Kiel ordnete sich zuletzt zuverlässig in der vorderen Hälfte des Klassements ein und erhebt auch aktuell Anspruch auf einen Spitzenplatz. Es spricht für die Gievenbecker, mehr als nur eine Weile auf Augenhöhe gewesen zu sein. Genauso sah es Annacker. „Körperlich habe ich keinen Unterschied gesehen. Und mit unseren technischen Fähigkeiten mussten wir uns auch nicht hinten anstellen“, konstatierte er. Nur: „In der Crunchtime müssen wir zulegen. Da waren wir nervös und sind zu hektisch geworden. Kiel dagegen hat die Sätze geduldig und sehr cool zu Ende gespielt. Das war unter dem Strich der kleine, aber feine Unterschied“, so Annacker. Während die Gäste in den entscheidenden Situationen fast fehlerlos agierten, ging bei den Orderbase Volleys (zu) viel schief. Zudem monierte der Coach die „durchgängig hohe Fehlerquote im Aufschlagspiel“.

Die Konkurrenz in der 3. Liga dominierten die Münsteraner in der vergangenen Saison deutlich. Im Bundesliga-Unterhaus bläst ihnen der Wind nun scharf ins Gesicht. „Kiel war stark im Block und auch sehr handlungsschnell. Wir müssen nun sehen, dass wir uns möglichst rasch an das höhere Tempo gewöhnen“, meint Annacker.

Lange Anreise nach Warnemünde

Am kommenden Samstag sind die Orderbase Volleys im neuen Umfeld erstmals auswärts gefordert. Zwischen Münster und dem Spielort Warnemünde liegen dann mehr als 500 Autobahn-Kilometer. Eine anstrengende Reise an die Ostsee und sportlich sehr herausfordernd. Der Gastgeber hat sich zum Ziel gesetzt, besser abzuschneiden als in der vergangenen Spielzeit. Die schloss Warnemünde auf Rang fünf ab.

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