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Fußball: Westfalenliga

Das steht künftig auf der Brust des TuS Hiltrup

Münster

Zuletzt kam der TuS Hiltrup in der Fußball-Westfalenliga mit blanker Brust daher. Die Zeit ohne Trikotsponsor ist nun wieder vorbei, der neue Partner kommt aus den eigenen Reihen – und beendet eine 39-jährige Ära.

Von Thomas Austermann

Zuletzt kickte der TuS im werbefreien Dress, aber diese Zeiten sind vorbei dank eines neuen Partners. Foto: Wilfried Hiegemann

Was wie eine plötzliche Zäsur wirkt, ist in Wirklichkeit das Resultat eines schleichenden Prozesses: Statt wie ununterbrochen von 1981 bis 2020 das Logo des ortsansässigen Giganten BASF Coatings AG oder der Glasurit-Werke trägt der TuS Hiltrup künftig Hemden mit dem Aufdruck PTS GmbH auf seinem Trikot. Geschäftsführer des Farb- und Lackherstellers aus Ottmarsbocholt ist Raul Prieto, der Sportliche Leiter der TuS-Fußballabteilung.

„Wir freuen uns, ein Top-Unternehmen als Trikotsponsor gefunden zu haben, das gemeinsam mit uns einen erfolgreichen Weg gehen möchte“, sagt Abteilungsleiter Daniel Tollkamp, der alle vier Seniorenteams mit dem neuen Schriftzug auf der Brust ausstatten kann. PTS bindet sich gleich für drei Jahre.

Zuletzt war die Brust des TuS Hiltrup blank

In der pandemiebedingt arg verkürzten letzten Serie lief der TuS in der Westfalenliga komplett werbefrei auf. Denn die BASF hatte, so Club-Präsident Rolf Neuhaus, „die Förderung umgestellt“ auf andere Maßnahmen. „Alles ist in vollster Harmonie abgelaufen. Wir werden weiter zuverlässig gefördert, auch wenn das Unternehmen weniger sichtbar geworden ist.“ 1981 begann eine wohl beispiellose Partnerschaft im Stadtteil zwischen der BASF und dem Club, der stark von der Treue des Unternehmens profitiert.

Zierten früher ein Papagei, ein hellroter Ara, und der Schriftzug Glasurit das Trikot, wechselte das Logo später. Die BASF kaufte bereits 1965 Glasurit. Der 2004 für das Stadion am Osttor eingeführte Name „Glasurit-Arena“ ist inzwischen wieder verschwunden. Der wiederholt mit Gerüchten um neue Etatkürzungen konfrontierte Neuhaus sagt, dass „unsere Erste mit einer festen Summe planen kann, die in den letzten Jahren immer ähnlich geblieben ist.“

Rolf Neuhaus, Präsident des TuS Hiltrup

Den Rahmen auch einzuhalten, sei eine klare Vorgabe. Zumal der TuS bewusst die Unterstützung des Breitensports und der Jugend in den Fokus nimmt. „Wir setzen mehr auf den Nachwuchs, wir haben uns in dem Bereich völlig neu aufgestellt – qualitativ wie quantitativ“, so Neuhaus. „Wir wollen familiärer werden und Spieler aus einem regionalen Zirkel bei uns am Ball sehen.“

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