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Fußball: Tribünengespräch

Preußen-Bande für Kinderhaus und Hiltrup in der Westfalenliga

Münster

Westfalia-Sieg und TuS-Pleite – und beide Spiele mit einem kleinen Verweis auf den SC Preußen Münster. Kinderhaus zeigte Preußen-Bezwinger Erkenschwick die Grenzen auf, Hiltrup unterlag gegen den Lüner SV um dem ehemaligen Preußen-Torjäger Marcel Reichwein.

Von Ansgar Griebel

Guck mal, wer da läuft: Ex-Preuße Marcel Reichwein (mit Haarband) nimmt die Verfolgung von TuS-Stürmer Luca de Angelis auf – mit ordentlichem Tempo für einen Foto: Peter Leßmann

Preußen-Bezwinger-Bezwinger: Westfalenligist Westfalia Kinderhaus hat am Sonntag ein klitzekleines Fußballwunder geschafft und dem unbestrittenen Top-Team der Klasse überraschend die zweite Saisonniederlage beschert. 4:2 (3:0) hieß es nach 90 eindrucksvollen Minuten gegen die Spielvereinigung aus Erkenschwick, die bekanntlich vor sieben Wochen in einer unterbelichteten Nachtschicht den SC Preußen im Elfmeterschießen aus dem Westfalenpokal befördert hatte. Die mitgereisten Gäste-Fans nahmen den kleinen Rückschlag mit Fassung, auf dem Feld stieg indes der Diskussionsbedarf unter den Aktiven. Glücklicherweise fand sich mit Schiedsrichter Hüseyin Sahin ein souveräner Moderator für den munteren Gesprächskreis. Mit klaren Ansagen wies der Zahnarzt – bekennender Fan von problematischen Einsätzen auf dem Fußballplatz – die aufgeregten Redner in die Schranken und sorgte mit acht (!) – allesamt berechtigten – Gelben Karten für Ruhe.

Kontakt zur Preußen-Vergangenheit nahm auch Liga-Konkurrent TuS Hiltrup auf, der es bei der 0:2-Niederlage gegen den Lüner SV unter anderem mit dem früheren SCP-Profi Marcel „Cello“ Reichwein zu tun bekam. Der Angreifer hat bislang bereits acht Saisontore erzielt, kommt aber im Gegensatz zur Preußen-Phase auch auf deutlich mehr Einsatzzeit. Unter seinen damaligen Drittliga-Trainern Horst Steffen (kurz) und vor allem Ralf Loose (lang) teilte er sich den Stürmer-Job mit dem Niederländer Rogier Krohne. Reichwein durfte meist starten, musste aber in schöner Regelmäßigkeit nach 65 bis 70 Minuten vom Feld. In Lünen gönnt man dem mittlerweile 36-Jährigen deutlich mehr Anteile – und wird für die Treue belohnt.

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