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Fußball: Tribünengespräch

Preußen II und Roxel vor Auszeit – Gelmer in der Schwebe

Münster

Die zweite Mannschaft von Preußen Münster und der BSV Roxel hatten zuletzt mit Corona und einem straffen Terminplan zu kämpfen. Nun blicken beide auf ein freies Wochenende. Unterdessen befindet sich GW Gelmer in der Schwebe: Wie geht es nach dem Abbruch in Hauenhorst weiter?

Von Thomas Rellmann und Henner Henning

Die beiden entscheidenden Figuren beim 4:2 der Preußen-Reserve gegen Herne: Luis Frieling und Marvin Thiel (r.). Der Stürmer traf doppelt und legte einmal vor, die Profi-Leihgabe erzielte die Führung und legte das letzte Tor auf. Foto: Wilfried Hiegemann

Diese Auszeit ist überfällig. Nach zwei englischen Wochen am Stück hat Preußen Münster II nun bis zum 1. Mai frei, was dazu führt, dass erst mal sieben Tage keine Teameinheiten stattfinden, nur individuell dosiertes Training ist vorgesehen.

„Für die Ansetzungen habe ich kein Verständnis“, sagte Trainer Kieran Schulze-Marmeling. Auf eine Auf- und Abstiegsrunde zu setzen, sei richtig gewesen. „Der Puffer wurde aber sofort wieder verschenkt. Es war schon heftig zuletzt im Drei-Tage-Rhythmus. Auch für uns Trainer mit Vor- und Nachbereitung rund um die Uhr. Das war alles nicht in Ordnung, wo es doch Ausweichmöglichkeiten gab.“

Preußen II hätte "achtmal" wechseln können

Eine ganze Reihe Corona-Fälle im vergangenen Monat hat die Kraftreserven angegriffen. „Ich hätte sieben- oder achtmal auswechseln können“, sagte der 32-Jährige nach dem 4:2 über den Tabellenletzten Herne. Trotz der schwierigen Gesamtlage sieht es sportlich gut aus für den SCP.

„Ich stelle mich dennoch darauf ein, dass es bis zum Ende eng bleibt. Es gibt ja nur direkte Duelle“, so Schulze-Marmeling. „Wir werden noch ein paar Siege brauchen.“ Die spezielle Stresssituation in dieser Saison, die die Abstiegsrunde mit sich bringt, kann den Preußen mit Abstand betrachtet aber auch im Reifeprozess helfen.

Roxels Personallage verschärft sich

In der Landesliga hatte der BSV Roxel überhaupt nichts mit dem Abstieg zu tun, der Zug nach ganz oben ist aber auch schon ohne die Kleeblätter losgefahren. Nicht erst seit dem Osterwochenende, das dem BSV erst ein 0:3 gegen die SG Borken und ein 2:2 beim Werner SC bescherte.

Einmal mehr hatte Roxel mit einer dünnen Personallage zu kämpfen, die sich in Werne noch einmal verschärfte. Nach zwei Minuten musste Florian Bußmann mit einer Oberschenkelverletzung vom Feld, nach 70 Minuten humpelte Paul Schudzich mit einer Hüftblessur runter. „Irgendwie ist bei uns der Wurm drin“, sagte Co-Trainer Manuel Andrick auch mit Blick auf den heftigen Corona-Ausbruch, der den BSV in den vergangenen Wochen begleitete.

Der jüngste Fall war die zweite Infektion von Coach Oliver Logermann. „Da passt es uns ganz gut, dass wir am Wochenende spielfrei haben“, so Andrick. Der Grund: Schlusslicht TuS Wiescherhöfen zog sein Team zurück. Wenn es für Roxel am 1. Mai weitergeht, fallen zwei Akteure aber sicher aus: Jonas Goßling und Kai Kleine-Wilke sahen kurz vor dem Ende binnen weniger Augenblicke Gelb-Rot – und haben damit nun noch eine Woche länger spielfrei.

Zwei Krankenwagen beim Gelmer-Spiel

Vorzeitig Feierabend hatten auch die Kicker von GW Gelmer. Schiedsrichter Celal Gürbüz brach die Bezirksliga-Partie bei Germania Hauenhorst nach fünf Minuten Spielzeit ab, nachdem zweimal der Rettungswagen anrücken musste. Erst hatte Germania-Torwart Torhüter Dominik Wierling nach einem heftigen Aufprall Atemprobleme und erlitt eine Steißbein- wie Beckenprellung (3.), nahezu direkt nach Wiederaufnahme der lange unterbrochenen Begegnung brach sich Martin Heckmann nach einem harten wie unglücklichen Zweikampf mit Gelmers Thorsten Schürmann das Schlüsselbein.

„Einige meiner Spieler sahen sich nicht in der Lage, die Partie fortzusetzen. Da hat der Schiedsrichter das aus meiner Sicht einzig Richtige getan und die Partie abgebrochen. Er fragte mich auch, wie ich drauf wäre – und ich wäre selbst auch nicht in der Lage gewesen, noch 85 Minuten ein Fußballspiel zu pfeifen“, sagte Hauenhorsts Spielertrainer Guido Göcke, der auch am Montag noch einmal das „besonnene Verhalten“ des Unparteiischen lobte. Unterdessen setzte Staffelleiter Gerhard Rühlow die Partie neu an, am 12. Mai (Donnerstag) soll nun um 19 Uhr der zweite Versuch gestartet werden.

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