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Fußball: Oberliga

Preußen II sorgt für klare Verhältnisse im Derby gegen Gievenbeck

Münster

Die Serie der U 23 von Preußen Münster fand auch im Derby ihre Fortsetzung. Beim 3:0 gegen den nun viermal sieglosen 1. FC Gievenbeck waren die Dinge früh geklärt. Sorgen bereiteten beiden Mannschaften frische Verletzungen.

Von Thomas Austermann

Pascal Koopmann (r.) brachte den SCP in Führung, hier fliegt der Gievenbecker Niklas Beil neben ihm am Ball vorbei. Foto: Wilfried Hiegemann

In der Oberliga sind die beiden münsterischen Teams derzeit auf unterschiedlichen Ebenen unterwegs. Im Derby am Stadion folgte Preußen II seiner imponierenden Spur und besiegte den Aufsteiger 1. FC Gievenbeck vor 250 Zuschauern mit 3:0 (1:0) ungefährdet wie deutlich. Gelernt haben die Adlerträger inzwischen, wenn nötig Geduld zu bewahren gegen eine gute Defensivordnung des Gegners. Das war vor Jahresfrist noch ganz anders.

Eine starke Abwehr baute der FCG einmal mehr auf – und hatte trotzdem keine reelle Chance, sich wie in den letzten fünf nicht verlorenen Partien schadlos zu halten. Auf gleich mehreren Positionen war die zielgerichtete Vehemenz der variablen Preußen kaum zu verteidigen. Offensiv kam sehr wenig vom FCG. Während er seinen Sechser Justus Kurk (Bänderverletzung) verlor, schied beim SCP Kevin Schacht (Verdacht auf Gehirnerschütterung) aus dem Profi-Kader aus, um dessen „Fall“ sich der FCG-Arzt Dr. Lino Witte kümmerte.

Preußen II mit 27 Toren in neun Spielen

„Es ist immer schwer, gegen fünf tief stehende Verteidiger zu Szenen zu kommen“, sagte SCP-Trainer Kieran Schulze-Marmeling, der in neun Spielen satte 27 Treffer seiner hungrigen Elf notierte. „Wir mussten geduldig sein und Konter des gut organisierten FCG vermeiden. Wir waren durchweg fokussiert und haben klaren Kopf bewahrt.“ Wieder mit Drahtzieher und Spielmacher Francesco Di Pierro, Schacht und Noah Kloth bespielten die Preußen den Gegner in aller Ruhe, bis Pascal Koopmann als Abstauber nach Pfostenschuss von Di Pierro zum 1:0 traf (16.). Da Spielleiter Thorsten Milde enge Grenzen zog, sahen vier Preußen vor der Pause die Gelbe Karte – überhitzt aber war das Duell keineswegs.

Dank starker Paraden von FCG-Keeper Nico Eschhaus gegen Luca Steinfeldt (27., 29. und 35.) und Schacht (32.) blieb der vom Preußen-Tempo jetzt unter Druck geratene Gast noch im Spiel. Er hatte dann eine ganz ordentliche Phase und blieb ein paar Mal vor dem 16-Meterraum der Preußen aktiv. Nach Wiederanpfiff war Schluss damit. Der agile und im Duell körperbetont durchsetzungsstarke Steinfeldt köpfte freistehend nach Flanke von Di Pierro ein (46.), Verteidiger Ali Cirak nach Eckball vom gleichen Vorlagengeber (53.).

Florian Reckels, Trainer des 1. FC Gievenbeck

Gievenbeck stellte um auf Viererkette und zog Nils Heubrock ins Mittelfeld vor, um hier mehr Präsenz zu erreichen. Der Routinier prüfte einmal Torwart Veith Walde, der bestens parierte, nachdem er zuvor bei Hereingaben nicht souverän gewirkt hatte. Die Restspielzeit war frei von jedem Brisanz-Ansatz, es wurde munter gewechselt. „Wir kassieren die Treffer viel zu leicht“, sagte FCG-Trainer Florian Reckels, der Preußens klares Plus in nahezu jeder Beziehung anerkannte und ein grundsätzliches Manko des Tages beschrieb: „Wir hatten weder die Qualität, noch den Mut, uns gegen diese Power und Energie wirklich zu wehren.“

SCP: Walde – Kloth, ter Horst, Cirak, Pohl – Di Pierro (82. Sikorski) – Mause (88. You), Schacht (46. Heering), Koopmann (75. Tersteeg) – Steinfeldt, Selutin (67. Nyassi)

FCG: Eschhaus – Beil, Heubrock, Egbers – Scheele (61. Paenda), Rüschenschmidt, Kurk (13. Geisler), Balz – Niehoff (69. Wiethölter) – Maddente (78. Fromme), Keil (61. Martin)

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