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Fußball: Tribünengespräch

Preußen-Ekstase nach Zauber-Serie und knifflige Trainersuche in Roxel

Münster

Trainer Kieran Schulze-Marmeling von Preußen Münster II blickt auf eine famose Hinserie zurück. Doch trotz Platz eins steht jetzt schon fest, dass man nicht aufsteigen wird. In der Landesliga sucht der BSV Roxel nach dem Rücktritt von Trainer Oliver Logermann einen Nachfolger.

Preußen-Trainer Kieran Schulze-Marmeling blickt auf eine sensationelle Hinrunde seines Teams zurück. Foto: Wilfried Hiegemann

„Fantastisch“, „phänomenal“, „unglaublich zufrieden“. Die Worte, die Trainer Kieran Schulze-Marmeling nach dem eindeutigen Erfolg seiner Jungs gegen Victoria Clarholz fand, stehen symbolisch für eine überragende Hinrunde der U23 des SC Preußen Münster. 35 Punkte aus 17 Spielen, die beste Offensive der Liga, dazu die viertbeste Defensive – bei den Jungadlern läuft es aktuell fantastisch.

Als Kirsche auf der Torte sprang man dazu am Samstag, aufgrund der Spielabsage des bisherigen Spitzenreiters TuS Bövinghausen, auch noch an die Tabellenführung und steht somit vor prominent besetzten Kadern wie denen aus Bövinghausen oder Paderborn. Dennoch bleibt die Mannschaft und insbesondere Schulze-Marmeling ruhig und gelassen: „Wir hatten das Ziel eine ruhige Runde zu spielen“, betont er und schlägt leisere Töne an.

Bei Preußen hebt keiner ab

Abheben tut bei der Preußen-Reserve eh niemand, auch weil jeder der Jungs weiß, dass ein Aufstieg sowieso nicht möglich wäre, da die Statuten des Verbandes dies aufgrund der aktuell nur eine Liga höher spielenden Profimannschaft nicht ermöglichen. Selbst bei einem Sprung in die 3. Liga der Ersten bestehe keine Möglichkeit. Ein Umstand, der die Tabellenführung in einem noch eindrucksvolleren Licht dar stehen lässt. „Es ist schön, dass die Jungs so hungrig und ehrgeizig sind, obwohl sie nicht aufsteigen dürfen. Trotzdem ist es ihnen total wichtig, oben zu stehen. Genau das macht sie aus“, resümiert Schulze-Marmeling und lobt seine Spieler für ihre „großartige Mentalität“.

Bis mindestens Februar können die Münsteraner nun vom Platz an der Sonne grüßen, dann geht es gegen Kellerkind TuS Erndtebrück wieder los. In der Zwischenzeit warten jedoch Testspiele gegen TuS Bersenbrück, SC Spelle-Venhaus und bei der U19 des Hamburger SV. Doch bis dahin ist noch viel Zeit, um sich von der „fantastischen Hinrunde“ zu erholen und den Fokus auf eine ebenfalls erfolgreiche Rückrunde zu legen, auch ohne Aufstiegschance.

„Interimstrainer wollen wir eigentlich nicht“

Auf eine deutlich schwächere Halbserie blickt der BSV Roxel zurück. Nach 17 gespielten Spielen stehen die Kleeblätter mit 19 Punkten auf dem ersten Abstiegsplatz. Unterdessen läuft nach dem Rückzug von Oliver Logermann (verabschiedete sich Sonntag mit einer 2:4-Niederlage gen TSG Dülmen, verpasste die Partie selber aber coronabedingt) die Trainersuche auf Hochtouren. „Wir haben direkt reagiert und schon in der letzten Woche einige Kandidaten abtelefoniert“, sagt der Sportliche Leiter Aljoscha Groß, der drei, vier ernsthafte Anwärter ausgemacht hat und so schnell wie möglich eine Entscheidung fällen will. Vorgesehen ist eine langfristige Lösung, die über das Saisonende hinaus beim Landesligisten bleibt. „Einen Interimstrainer wollen wir eigentlich nicht. Wichtig ist, dass der Neue fachlich was drauf hat, aber auch ein lockerer Typ ist“, so Groß.

Coach Oliver Logermann hat den BSV Roxel verlassen - nun sucht der Club einen Nachfolger. Foto: Wilfried Hiegemann

Logermanns Rücktritt habe den Club schon überraschend getroffen, allerdings sei trotz einer Vereinbarung bis 2024 schon einvernehmlich besprochen worden, dass bereits im nächsten Sommer Schluss ist. Die sportliche Entwicklung war zu unbefriedigend. „Wir hatten das Gefühl, dass das Trainerteam die Mannschaft nicht mehr wie gewünscht erreicht. Es hatte sich vielleicht auch eine gewisse Lethargie eingestellt. Jetzt benötigen wir jemanden, der die Spieler weckt“, so Groß.

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