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Warum Preußen-Talent ter Horst in Münster landete - und nicht in Meppen

Münster

Auf Jano ter Horst halten sie bei Preußen Münster große Stücke, der Schritt zu den Profis scheint aktuell eine Frage der Zeit. Einst wäre der Abwehrmann fast woanders gelandet, heute ist er für die Fußballerwahl nominiert.

Von Jonas Austermann

Oberliga-erprobt: Preußens Jano ter Horst (l.) Foto: Wilfried Hiegemann

Damals, im Sommer 2016, hätte alles ganz anders kommen können: Jano ter Horst stand kurz vor seinem 14. Geburtstag – und vor einem Wechsel zum SV Meppen. Der junge Mann aus Niedersachsen hatte ein Probetraining im Emsland absolviert, wollte mit einem Kumpel zur U 15 dorthin gehen. Aber auch in Münster hatte man vom veranlagten Jugendlichen gehört. Tobias Harink, inzwischen U-19-Coach bei den Preußen, stammt wie ter Horst aus Bad Bentheim.

„Tobi war wohl daran beteiligt, jedenfalls wurde ich zu einem Probetraining nach Münster eingeladen und mir hat es dort besser gefallen als in Meppen“, sagt ter Horst heute. Die Entscheidung war gefallen: Fünf Jahre lang durchlief er die Jugendteams der Adlerträger, im vergangenen Sommer schaffte er den Sprung ins Oberliga-Team.

Ter Horst lief 26-mal auf, stand dabei immer in der Startelf. „Diese Saison war sehr lehrreich für mich“, sagt der 19-Jährige. „In der U 17 und U 19 waren wir mit Preußen oft der Underdog, mussten viel verteidigen. Jetzt spielen wir viel mehr mit, das macht mir richtig Spaß, ist genau mein Ding.“

Ter Horst: Erst mal weiter Oberliga

Noch fährt ter Horst zweigleisig, pendelt zwischen seiner Heimat – dem Bad Bentheimer Ortsteil Gildehaus – und Münster. „Mit dem Auto brauche ich etwa 50 Minuten“, sagt der Innenverteidiger. Diesen Aufwand schultert ter Horst bewusst, er will seine Ausbildung zum Versicherungskaufmann beenden, bevor er sich „ein, zwei, drei oder vielleicht auch vier Jahre voll auf den Fußball fokussieren“ will. So lautet der Plan heute. Ende offen.

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Beim SCP halten sie jedenfalls große Stücke auf ter Horst, trauen ihm den Sprung in die Erste zu. In der Sommervorbereitung ab Mitte Juni wird er mitmischen und sich Trainer Sascha Hildmann präsentieren können. Schon in der laufenden Spielzeit kam ter Horst zu je einem Einsatz in der Regionalliga und im Westfalenpokal. „Das hat Lust auf mehr gemacht“, sagt er.

Die kommende Saison wird aber noch voll im Zeichen der Ausbildung stehen. 2023/24 möchte ter Horst dann so richtig bei den Profis angreifen. „Ich will es da packen“, sagt er. Im Sommer hat das Preußen-Talent aber erst mal ein anderes Ziel: den Titel als Fußballer des Jahres in Münster.

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