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Basketball: 2. Liga Pro B

Publikumsliebling Cooper springt bei den WWU Baskets ein

Münster

Beim Basketball ist ein schnelles Händchen gefragt – auch abseits des Feldes. Helge Stuckenholz, Manager der WWU Baskets, kann nur wenige Tage nach der Verletzung von Aufbauspieler Marck Coffin einen starken Ersatz präsentieren. Jojo Cooper kehrt bis Weihnachten zurück an seine alte Wirkungsstätte.

Henner Henning

Zurück im Baskets-Dress: Jojo Cooper hilft Münster, den personellen Notstand auf der Point-Guard-Position zu beheben. Foto: Jürgen Peperhowe

Mit warmen Worten hatte Helge Stuckenholz im Sommer Jojo Cooper aus Münster verabschiedet. „Jojo war unser Motor in der ersten Pro-B-Saison, wir tragen ihn weiter im Herzen und hoffen, dass sich seine Träume erfüllen“, hatte der Manager der WWU Baskets nach dem Abgang des Spielmachers erklärt. Seine Träume, in einer höheren Liga Fuß zu fassen, erfüllten sich aber nicht. Und so führt ihn sein Weg zumindest bis zum Jahresende zurück nach Münster, wo er am Samstag (19.30 Uhr) gegen den SC Rist Wedel sein Comeback feiern wird.

Am Berg Fidel herrschte seit vergangenem Freitag endgültig Notstand auf der Playmaker-Position. Schon der langfristige Ausfall von Nico Funk – der 18-Jährige ist wegen hartnäckiger Schienbeinproblemen seit Anfang September außen vor – traf die Baskets, die vor fünf Tagen eine weitere Hiobsbotschaft verkraften mussten. Cooper-Nachfolger Marck Coffin muss bis zum Jahresende mit einem Muskelbündelriss im Oberschenkel pausieren. Das Herzstück der Baskets fehlte auf einmal, der erst 17 Jahre junge Leo Lüsebrink musste die Last der Verantwortung alleine schultern.

Alternativlose Sofort-Lösung

Es gab keine Alternative für den Club, der ambitionierte Vizemeister musste handeln und besann sich auf seinen letztjährigen Taktgeber. „Marck soll wieder komplett bei 100 Prozent und auf dem Weg dahin auch ohne Druck sein, das ist wichtig“, erklärt Stuckenholz und führt aus: „Jojo hatte zum jetzigen Zeitpunkt keinen Club. Sein Agent und er sind sofort darauf angesprungen, hier an alter Wirkungsstätte quasi am Ball zu bleiben“, sagt Stuckenholz, der die Formalitäten für die „schnellstmögliche Erwirkung der Arbeitserlaubnis“ in die Wege geleitet hat.

Bereits am Montag war Cooper, mit dem Stuckenholz und Trainer Philipp Kappenstein am Wochenende in Kontakt getreten waren, in Düsseldorf gelandet. Am Dienstag gab es das Wiedersehen mit den alten und das Kennenlernen mit den neuen Kollegen. Für den Coach ist die Rückkehr des 24-Jährigen „ein Glücksfall“ in der komplizierten Situation. „Es ist nicht einfach, in der laufenden Saison zu einem Team dazuzustoßen.

Warnung vor überzogenen Erwartungen

Aber Jojo kennt die Grundidee unseres Spiels und unseres Konzept und kennt das Umfeld“, erwartet Kappenstein keine größeren Eingewöhnungsprobleme – warnt aber auch vor überzogenen Erwartungen an den Publikumsliebling, der im Vorjahr in allen 31 Partien mitwirkte und mit im Schnitt 12,8 Punkten, 6,8 Assists sowie starken 5,6 Rebounds glänzte.

„Jojo hat keine Vorbereitung und keine Spiele in den Beinen. Er muss sich an einige neue Dinge gewöhnen, ein paar neue Systeme haben wir ja“, sagt Kappenstein. „Aber mit ihm sind im Training und im Spiel wieder ganz andere Abläufe möglich. Dafür ist die Point-Guard-Position zu elementar.“

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