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Rad: Sparkassen-Münsterland-Giro

Rainer Bergmann im Interview: „Wir gehen diesen Weg!“

Münster

Am 3. Oktober gehören die Straßen der Region nach einjähriger Zwangspause wieder den Radsportlern. Im Interview sprich Chef-Organisator Rainer Bergmann über den langen Weg zur Entscheidung, den Sparkassen-Münsterland-Giro 2021 auszutragen.

Von André Fischer

Endlich: Giro-Boss Rainer Bergmann (Mitte) freut sich mit Fabian Wegmann (Sportlicher Leiter/rechts) und Profi André Greipel auf die 15. Auflage. Foto: Sabine Roters

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Am Tag der Deutschen Einheit feiert der Sparkassen-Münsterland-Giro nach der Zwangspause 2020 seine 15. Auflage. Sehr zur Freude von Chef-Organisator Rainer Bergmann, dem „Ideengeber“.

Herr Bergmann, die 15. Auflage wird zur Herausforderung in Zeiten der Pandemie – wie angespannt sind Sie?

Bergmann: Eine Grundanspannung ist bei solch großen Events immer da. Grundsätzlich ist die Vorfreude riesig, auch wenn die Veranstaltung unter anderen Voraussetzungen stattfindet. Wir sind aber davon überzeugt, vor dem Hintergrund der aktuellen Situation die richtige Entscheidung über das Format in diesem Jahr getroffen zu haben. Die neue Location erfordert einige größere logistische Herausforderungen. Ich bin sehr optimistisch, dass wir alles wuppen.

Der Volksbank-Münster-Marathon war ein Testballon auch in Sachen Giro. Haben Sie im Vorfeld Kontakt zu dessen Organisationschef Michael Brinkmann aufgenommen?

Bergmann: Ja, wir haben uns regelmäßig ausgetauscht, beide Veranstaltungen hatten ja die gleiche Problematik mit der Pandemie. Es hat mich für Michael gefreut, dass der Marathon so problemlos über die Bühne gegangen ist.

Gab es in den vergangenen Wochen Momente, in denen Sie daran gezweifelt haben, ein Event in dieser Größenordnung ausrichten zu können?

Bergmann: Gerade im August gab es Momente der Unsicherheit, wo wir nicht so recht wussten, wie sich die vierte Welle entwickelt und die neue Schutzverordnung ausfällt. In die Karten hat uns gespielt, dass der Inzidenzwert als alleiniger Maßstab ausgedient hat. Sonst hätten wir keine Chance gehabt. Wir haben mit unseren Sponsoren und den Landkreisen die Problematik immer offen diskutiert – und Ende August beschlossen: Wir gehen diesen Weg!

Der Giro setzt sich erstmals über Grenzen hinweg. Wie bedeutend ist der Start in Enschede für Sie?

Bergmann: Der Start in Enschede macht den Sparkassen-Münsterland-Giro noch ein wenig mehr internationaler. Landrat Dr. Kai Zwicker hat die Idee meines Wissens geprägt. Die Niederländer sind ein ähnlich radsportverrücktes Volk wie wir, insbesondere in Enschede werden die Straßen voll sein. Dort wird es ein ganztägiges Rahmenprogramm im Bereich des Oude-Markts geben.

Das Teilnehmerfeld ist wie immer erstklassig besetzt. Es fehlen aber auch einige Stars, die parallel beim Klassiker Paris-Roubaix unterwegs sind. Wie sehr ärgert Sie diese Terminüberschneidung?

Bergmann: Neben der Selbstverständlichkeit der Franzosen ärgert mich vor allem, dass unsere TV-Vermarktung so gekippt ist. Wir hatten bereits Vorverträge, die uns einen fünfstelligen Ertrag beschert hätten.

André Greipel hat sich derweil klar positioniert, zieht einen Start in Münster vor. Das spricht für Ihre Veranstaltung und das Format.

Bergmann: Er war fast immer dabei, hat 2008 und 2014 gewonnen. Wir haben uns sehr um ihn bemüht – seine Zusage erfüllt uns mit Stolz. Mit 158 Siegen ist er der aktuell beste deutsche Fahrer. Den einen, letzten Erfolg würde ich ihm gönnen.

5000 Zuschauer sind auf den letzten 1000 Metern beim Finish in Nienberge zugelassen. Was müssen die beachten?

Bergmann: Das Ordnungsamt hat die 5000 genehmigt. Für alle gilt die 3G-Regel: geimpft, genesen, getestet. Wichtig ist, dass sich alle Besucher im Vorfeld auf unserer Seite informieren, wo die Zugänge am Sonntag sind.   www.muensterland-giro.de

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