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Reiten: Agravis-Cup

„Das macht uns mega stolz“: Turnierchef zieht nach dem Comeback Bilanz

Münster

So ganz sicher, wie das Comeback nach Corona-Pause verlaufen würde, waren sich Oliver Schulze Brüning und Co. nicht. Die fünf Tage aber haben eindrucksvoll gezeigt, dass das Turnier des Reiterverbands Münster hoch in der Gunst des Publikums steht.

Beste Stimmung auf den Rängen: Beim Agravis-Cup kamen die etwa 30 000 Zuschauer voll auf ihre Kosten. Foto: Juergen Peperhowe

Wie viele Meter Oliver Schulze Brüning während der fünf Turniertage beim Agravis-Cup gemacht hat, lässt sich nicht nachhalten. „Meine Füße spüre ich aber nicht mehr. Und viel Schlaf habe ich auch nicht bekommen“, sagte am Sonntagabend der Turnierchef und Vorsitzende des Reiterverbands Münster, der sich dennoch „fitter denn je“ fühlte. „Ich gehe mit sehr viel Energie aus dem Turnier. Wir haben unheimlich viel investiert. Wenn es dann so gut läuft und wir so einen Zuspruch bekommen, pusht das einen unheimlich“, sagte Schulze Brüning.

Nach zwei Jahren ohne die traditionsreiche Veranstaltung und interne Veränderungen in der Organisation mussten der 50-Jährige und sein Team in der Vorbereitung „mehr Eigenleistung“ bringen und den personellen Umbau bewältigen. „Da wusste ich auch nicht, ob wir alles richtig gemacht haben. Daher bin ich froh, dass sich der Umbruch nach außen nicht bemerkbar gemacht hat und dass es so gut gelaufen ist“, so Schulze Brüning.

Der Zuspruch und die Resonanz waren wie vor der Corona-Pandemie riesig. Wer am Samstagabend durch die Ausstellungshalle schlendern wollte, musste Geduld mitbringen. Kaum ein Durchkommen gab es zwischen den Verkaufsständen, gerade der Wein- und Bierstand am Abreiteplatz entpuppte sich als Treffpunkt, der das Sportliche wie das Gesellschaftliche vereint. „Mehr geht nicht“, sagte Schulze Brüning, der das Besucheraufkommen auf insgesamt etwa 30 000 Zuschauer taxiert. „Wir haben auf unser bestes Publikum gesetzt, und das hat uns überzeugt. Zwei Jahre Pause waren nicht ohne. Dann wieder so durchzustarten, das macht mich und unser Team, das Unglaubliches geleistet hat, mega stolz.“

Das war auch Marie Ligges, die den Großen Preis am Sonntag gewann und damit einen der sportlichen Höhepunkte setzte. Die gab es im Parcours reichlich, auch wenn der eine oder andere Kritiker bemängelte, dass Top-Reiter fehlten, dazu etwa Lokalmatador Gerrit Nieberg in Basel beim Weltcup startete und dort Vierter wurde. Die Konkurrenz wird nicht unbedingt kleiner, neben Basel fand diesmal parallel ein Turnier in Neustadt/Dosse statt. Zudem lockt das Ausland mit Touren im Herbst und frühen Frühjahr, zieht Reiter von Hallenturnieren ab. Nicht zu vergessen die Veranstaltungen etwa in den Nachbarländern Belgien und Niederlande oder in Wellington (USA).

Schulze Brüning hat „ein paar Dinge im Kopf“

Münster punktete sportlich dennoch mit zahlreichen spannenden Prüfungen, lieferte dank vieler Reiter aus der Region eine Menge Emotionen. „Der Sport war wirklich richtig gut“, sagte Schulze Brüning, der für die Zukunft „ein paar Dinge im Kopf“ hat und mit den Sportlern ohnehin weiter im Austausch steht.

Zum Turnier in der Halle Münsterland gehört neben den sportlichen Highlights, zu denen einmal mehr das „Herzstück“ Bauernolympiade zählte, auch das Showprogramm. Das Gespann-Fahren am Freitagabend und erst recht das Kostümspringen am späten Samstag sorgen für Stimmung, bringen Abwechslung. „Es ist für jeden etwas dabei“, sagte Schulze Brüning. Und 30 000 Zuschauer bestätigen, dass das Programm weiter die Leute anspricht.

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