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Rhythmische Sportgymnastik: Sommerpokal

Beim Sportfest der TG mischen auch Ukrainerinnen mit

Münster

Es war ein Sportfest im besten Sinn: Die Leistungen stimmten ohnehin beim traditionellen Sommerpokal der Sportgymnastinnen, überragend waren allerdings Stimmung und Atmosphäre auf und neben der Matte. Nach zweijährige Corona-Abstinenz feierte die Turnerinnen-Familie ein gelungenes Wiedersehen.

Von Ansgar Griebel

Yeva Voloshyna ist aus der Ukraine geflüchtet und hat sich der TG Münster angeschlossen, auch sie zeigte ihr Können beim Sommerpokal. Foto: Wilfried Hiegemann

Am Ende entschieden die Wertungen des Kampfgerichts über die Platzierungen der Teilnehmerinnen – das ist ein entscheidender Teil des Wettbewerbs, doch nicht immer der wichtigste. Als am Sonntagabend nach sechs Stunden intensiven Sports die 90 Sportgymnastinnen aus zehn Vereinen die Sporthalle der TG Münster räumten, gab es ausschließlich Gewinner und glückliche Gesichter.

Und so stand für das Orga-Team des Sommerpokals im Anschluss auch nicht die sportliche Bilanz im Mittelpunkt: „Das Schönste war, nach dieser langen Pause wieder so gelöst zusammensein zu dürfen“, bilanzierte Janina Schlarmann, Trainerin und Mitorganisatorin bei der TG Münster. „Ein tolles Teamevent, fast wie ein Familienfest, auf das alle lange warten mussten. Die Kleinen waren morgens dran und sind dann bis zum Abend geblieben, um die Großen anzufeuern. Die Eltern haben mitgefiebert, wir hatten eine Superstimmung. Für uns war es der perfekte Saisonabschluss.“

"Sprachbarriere macht es nicht immer leicht"

Für die sportliche Höhepunkte sorgten unter anderem auch die fünf jungen Gymnastinnen aus der Ukraine, die aktuell bei der TG mittrainieren und dazu teilweise lange Anfahrten aus der Umgebung in Kauf nehmen. „Wir versuchen, sie so gut wie möglich zu integrieren, auch wenn die Sprachbarriere es nicht immer leicht macht“, sagt Schlarmann.

Sportlich sind die jungen Gymnastinnen aus der Ukraine allerdings bestens vorbereitet und teilweise zu stark für die Wettkampfklassen, in denen sie aktuell mit Sondergenehmigung starten dürfen. „In der Ukraine spielt Sportgymnastik eine sehr große Rolle“, so Schlarmann.

Doch auch die 14 TG-Gymnastinnen zeigten in eigener Halle Topleistungen. Allen voran Elisa Aumann, die in der Kinderleistungsklasse 7 siegte. Podestplätze erreichten Katharina Felsing als 2. der SLK 10 sowie Angelina Gliyun (KLK 9) und Luise Leipelt in freien Wettkampfklasse als Dritte. Bei den Zehn- bis Zwölfjährigen verpassten Vera Seremet und Antonia Steggemann auf den Rängen vier und fünf hauchdünn das Treppchen.

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