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Rudern: Regatta in Köln

Fünf Wochen vor der DM: RVM-Talente schon in Titelform

Münster

Wenn in fünf Wochen die Deutschen Meisterschaften im Rudern anstehen, dann werden die jungen Aktiven des RV Münster zumindest keinen Überraschungscoup mehr landen können. Das nimmt den Nachwuchsruderern und -ruderinnen aus Münster spätestens nach den Top-Leistungen in Köln niemand mehr ab.

Von Ansgar Griebel

Sebastian Hopf hat die Verfolger im Blick, Zwillingsbruder David ist als Erster im Ziel. Foto: Detlev Seyb

So ganz genau wissen die Trainer des Rudervereins Münster nicht, wie sie die kommenden fünf Wochen bis zu den nationalen Jugendmeisterschaften am sinnvollsten gestalten sollen. Denn der RVM-Nachwuchs zeigt sich eigentlich schon jetzt meisterschaftsreif. Bei den jüngsten Leistungstests in Köln gab es in der Tat wenig auszusetzen an den Leistungen der Athleten und Athletinnen aus dem U-17- und U-19-Bereich. Die gute Nachricht: Es gibt immer noch etwas zu verbessern und zu verfeinern, der RV Münster ist auf einem guten Weg, aber noch nicht am Ziel.

In der U 17 sorgten die Zwillingsbrüder Daniel und Sebastian Hopf für ein zufriedenes Lächeln bei Trainer Mario Acosta – und interessierte Nachfragen bei den beeindruckten Stützpunkttrainern. Die RVM-Twins siegten gleich doppelt im ungesteuerten Zweier sowie im Achter (hier mit Vereinskamerad Nevio von Lüpke und den Ruderkameraden aus Essen und Minden). „Das ist eine gute Ausgangslage für die Deutschen Jugendmeisterschaften“, sagte Acosta.

Erst Gala des Sports – dann Gala auf der Strecke

Siege fuhren auch Alva Werlemann (2007) und Bentja Schneider (2007) im Juniorinnen-Doppelzweier am Samstag ein. Beide hatten wie zahlreiche Clubkameraden und -Kameradinnen erst am Dienstagabend einen großen Auftritt bei der Sportlerehrung im Rahmen der Gala des Sports. Viel spricht dafür, dass dies nicht die letzten Ehrung für die talentierten Aktiven war.

Auch Luca Lücke (2006) findet zunehmend Spaß an der Enterung des Siegerstegs. Nach zwei Erfolgen in Bremen bewies der Münsteraner auch in Köln seine Klasse, er gewann am Samstag das Rennen im U-17-Leichtgewichts-Einer. Auch wenn es tags drauf „nur“ zu Rang vier reichte, waren Trainer und Athlet zufrieden und nahmen auch einen Trainingsauftrag mit nach Münster. „Ich bin zu leicht für den Wind“, analysierte Lücke und erntete zustimmendes Kopfnicken seines Trainers.

„Wir hoffen, noch etwas Kraft aufbauen zu können, dann kann Luca sein Talent optimal einbringen“, erklärte Acosta, der seinen Schützling jetzt im Einer ins Rennen schicken will – und ihm eine Hausaufgabe stellte, von der viele Altersgenossen nur träumen können: „Der muss jetzt vor allem richtig was auf die Gabel kriegen.“

Ungeschlagenes RVM-Quartett

Beim ältesten Nachwuchs stellt der RVM eine ganze Reihe von Medaillenanwärtern bei den anstehenden Titelkämpfen. Skuller Leonard Allmann bestätigte seine gute Frühform mit einem Sieg im Doppelzweier (mit Matthias Parlow aus Krefeld) – wobei der U-19-Athlet seine Dinge eigentlich lieber im Alleingang regelt: „Nun steht erst einmal die Rangliste in zwei Wochen in Duisburg an, da liegt der Fokus auf dem Einer“ so Trainer Benedikt Göller.

Eine Klasse für sich stellte der U-19-Vierer des RVM mit Kieran Holthues, Vinzent Kuhn sowie Emanuel und David Wieczorek. Sie gewannen am Samstag sowohl ihre Läufe im Zweier als auch im Vierer. Holthues/Kuhn legten am Sonntag im Zweier noch einmal nach.

In drei Siegerbooten der U-19-Juniorinnen saßen ebenfalls Ruderinnen aus Münster: Tjorven Schneider siegte mit Maya Grün aus Essen im Zweier. Sara Grauer saß ebenso in einem erfolgreichen Vierer wie in einem anderen Rennen ­Ximena Simsch.

Das Himmelfahrtswochenende nutzen jetzt alle Ruderer und Ruderinnen zur Vorbereitung für die bevorstehenden Herausforderungen. An Pfingsten werden in Duisburg (U 19) sowie Hamburg und Ratzeburg (U 23) die nationalen Ranglisten ausgefahren.

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