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Rudern: Langstreckentest in Leipzig

RVM macht die ersten Kilometer Richtung Olympia

Münster

Erst trocken, dann nass: Klingt wie die Wetter-Prognose, beschreibt aber das traditionelle Frühjahrsprogramm der Runderer und Ruderinnen. In Leipzig mussten die besten deutschen Aktiven sich auf dem Ergometer und beim Langstreckentest beweisen. Mitten drin: Eine starke Abordnung des RV Münster.

Von Ansgar Griebel

Sönke Kruse gibt alles – und Trainer Thorsten Kortmann den Einpeitscher. Foto: Detlev Seyb

Noch gibt es keine Fotos, Rosen oder Recall-Zettel. Doch das Casting beim Deutschen Ruder-Verband für die bevorstehenden Olympischen Sommerspiele ist bereits in vollem Gang, die Gruppe der Kandidaten schon ausgesucht und jedes Ergebnis ein kleines Mosaikteilchen für die Bootsbesetzungen, die bereits in diesem Jahr ihre Olympia-Eignung beweisen sollen.

In Leipzig wurden jetzt die frühen Standards abgerufen: Traditionell geht es dazu auf die Ergometer und anschließend auf dem Wasser auf die lange Sechs-Kilometer-Distanz.

Achter zeigen sich konkurrenzfähig

Dabei zeigten sich die drei Achter-Kandidaten des RV Münster unter den Augen der Bundestrainer absolut konkurrenzfähig, fuhren auf dem Ergo in 6:01 Minuten dreimal exakt die gleiche Zeit und ruderten dann getrennter Wege: Neuzugang Jasper Angl musste krankheitsbedingt mit einem neuen Zweierpartner auf die Strecke gehen, war fünf Kilometer auf Treppchenkurs unterwegs, ehe ein herabhängender Busch zur ungewollten Notbremse wurde. Am Ende war es für Angl und Partner Paul Klapperich (Bonn) Platz zwölf – überholt unter anderem von Sönke Kruse, der mit Bootspartner Yannik Metzger (Marbach) Rang zehn belegte und damit Platz drei in der U-23-Wertung. Ole Kruse erwischte mit Paul Dormann (Wurzen) nicht seinen besten Tag und musste sich auf Rang 21 einordnen.

Para-Ruderin Diening mit starkem Saisonstart

Einen ganz starken Saisonstart feierte Para-Ruderin Manuela Diening, die nach persönlicher Bestzeit auf dem Ergometer (8:20 Minuten) auf dem Wasser ihre Dauerrivalin und Paralympics-Teilnehmerin Sylvia Pille-Steppat um fünf Sekunden distanzierte. Zurück im Boot und direkt auch in der nationalen Spitze ist nach längerer Auszeit Leichtgewichtsruderin Julia Tertünte, die auf dem Ergo eine Top-Zeit vorlegte, auf dem Wasser aber noch Trainingsrückstand aufzuholen hat.

Leonard Bührke und Sebastian Merschel belegten Rang sieben in der U 23. Im Einer feierten im Juniorenbereich Tjorven Schneider und Leonard Allmann einen blitzsauberen Einstand: Beide kamen als 14. ihrer Altersklassen ins Ziel. Für Schneider ein besonderer Erfolg, weil sie ursprünglich im Zweier starten sollte, nach dem Ausfall ihrer Partnerin aber kurzfristig zu einem einsamen Rennen gezwungen wurde.

Diese ersten Ergebnisse auf dem Wasser sind schon mal im Trockenen – und müssen bei den Deutschen Kleinboot-Meisterschaften vom 22. bis zum 24. April in Krefeld bestätigt werden.

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