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American Football: Interview

Sascha Krotil: „In Münster gibt's ein gutes Football-Klima“

Münster

Als Spieler brachte es Sascha Krotil bis in die Bundesliga, heute ist er bei den Münster Mammuts aktiv und trainiert die größten Talente Nordrhein-Westfalens. Er verrät, warum so viele gute Footballer aus Münster kommen - und was er ändern würde.

Von Ansgar Griebel

Sascha Krotil ist bei den Münster Mammuts heimisch und trainiert die Nachwuchsteams des Landes Nordrhein-Westfalen. Foto: Roman Henel

Sascha Krotil liebt den American Football. Als Spieler sammelte er Bundesliga-Erfahrung, als Trainer ist er verantwortlich für die „Green Machine“, das Nachwuchsteams des Landes Nordrhein-Westfalen, und als Dozent bildet er die nächste Trainergeneration aus – und natürlich ist er ein echtes Mammut, ein Münster Mammut. Kaum jemand ist in der Footballszene so gut vernetzt wie Krotil – und natürlich weiß er auch, warum Münster zwar „nur“ dritt- und viertklassig spielt, aber dennoch immer wieder erstklassige Talente hervorbringt.

Drei Aktive aus Münster spielen in der European League of Football für Rhein Fire Düsseldorf, Tim Sauerland ist mit den Cologne Crocodiles deutscher Juniorenmeister geworden und im Finale zum MVP gewählt worden. Die gute westfälische Luft alleine kann es doch nicht sein, oder?
Krotil: Vielleicht hilft die ja auch, aber entscheidend ist, dass wir hier unsere Hausaufgaben gemacht haben. Es sind ja nicht nur Spieler, die höhere Aufgaben übernehmen, auch die Trainer gehen aus Münster in die Bundesliga oder in die ELF. Ich habe mal überschlagen, was von uns da in den letzten Jahren rausgegangen ist in die große Footballwelt. Das sind mehr als zehn Spieler und Trainer. Insgesamt gibt es hier ein gutes Football-Klima – und unsere Jungs sind wirklich smart. Das hilft ...

Trotzdem ist es doch erstaunlich, dass so viel individuelle Qualität entsteht, obwohl die Blackhawks „nur“ Regionalliga spielen und die Mammuts sogar in der Oberliga.
Krotil: Das stimmt – und ich bin ja schon lange ein Kämpfer dafür, die Kräfte zu bündeln. Aber vielleicht hat gerade der Konkurrenzkampf geholfen, dass unsere Spieler so stark wurden und der Sport in Münster so blüht. Das haben die Blackhawks immer gesagt – da ist wohl was dran, bis zu einer gewissen Grenze ...

Die steilen Karrieren verfolgen Sie als Trainer und Förderer nicht ohne Stolz, lieber hätten Sie es aber, wenn die besten Münsteraner auch in Münster spielen würden ...
Krotil: Klar – und dann in der bestmöglichen Klasse. Da wäre einiges möglich. Football funktioniert in Münster – vor allem mit vereinten Kräften.

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