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Rudern: Großereignisse

Von Tokio bis Plowdiw -  RV Münster weltweit vertreten

Münster

Olympische Spiele, die Paralympics, Welt- und Europameisterschaften: Nach einem Jahr Zwangspause wird die zweite Jahrehälfte 2021 zur Nagelprobe für Ruderer und Ruderinnen – und der RV Münster lässt sich kaum eines dieser Großereignisse entgehen.

Von Ansgar Griebel

Handlungsreisende in Sachen Rudern: Manuela Diening (o.r.), Floyd Benedikter (o.r.), David und Emanuel Wieczorek (u.r.) sowie Kieran Holthues mit Paul Martin (u.l.). Foto: RVM

Die Corona-Zeit hat nicht nur, aber auch den Sportlern und Sportlerinnen weltweit viel abverlangt. Das Sportjahr 2020 musste nahezu ersatzlos gestrichen werden, im laufenden Kalenderjahr sah es lange ähnlich aus – doch vor allem bei den Ruderern kommt in der zweiten Jahreshälfte doch noch unerwartet viel Bewegung in die Szene. Die Pandemie und ihre Folgen sind noch lange nicht ausgestanden, die Ruderverbände haben jedoch Wege gefunden, ihre internationale Wettkampfsaison mehr oder weniger planmäßig über die Bühne zu bekommen. Gut, dass sich mittlerweile die digitale Besprechungskultur bewährt hat, analoge Treffen der Aktiven des RV Münster sind in den kommenden Monaten nicht mehr möglich, weil irgendwer immer unterwegs ist. Ein Überblick:

Tokio

Olympische Spiele (23. Juli bis 8. August, Tokio): Der RVM hatte zwei heiße Eisen im Feuer, muss sich aber bei den bevorstehenden Spielen mit der Zuschauerrolle begnügen. Felix Brummel beendete im vergangenen Jahr nach einem unbefriedigenden Nominierungschaos seine Profi-Karriere, Ida Kruse verlor ihren Bootsplatz im Deutschland-Achter wenige Wochen vor dem entscheidenden Qualifikationsrennen. Schwacher Trost: Der Achter schaffte es ohne die Münsteranerin nicht nach Tokio. Auf dem Wasser ist der RVM also in Japan nicht im Einsatz, dafür mischt Rolf Warnke, Vize-Präsident des Deutschen Ruderverbandes, als offizieller Schiedsrichter mit. Der zweite Münsteraner auf diesem Posten nach Holger Siegler in Sydney 2000.

Paralympics (24. August bis 5. September, Tokio): Spätzünderin Manuela Diening vom RVM gewann die offizielle Qualifikationsregatta des DRV, musste dann aber doch ihrer erfahrenen Konkurrentin aus Hamburg, Sylvia Pille-Steppat, die Vorfahrt gewähren, die über die Saison gesehen die schnellere Athletin war. Ein tolles Trostpflaster für die 29-Jährige aus Münster wird voraussichtlich, die ...

Shanghai

Weltmeisterschaft im Para-Rudern (17. bis 25. Oktober, Shanghai): Nach jetziger Planung wird Diening dann den DRV vertreten – und in China wohl auch auf Heimtrainer Sebastian Fuchs bauen können.

Racice/Tschechien

U-23-Weltmeisterschaften (7. bis 11. Juli, Racice/Tschechien): Floyd Benedikter aus Münster ist unverzichtbarer Tempomacher im deutschen Junioren-Achter. Am Samstag startet der Tross nach Tschechien. Auf den Weg macht sich auch die Orthopädin Dr. Daniela Serrano aus Münster, die als Teamärztin der deutschen Delegation fungiert.

Plowdiw/Bulgarien

U-19-Europameisterschaften (11. bis 15. August, Plowdiw/Bulgarien): Der RV Münster schickt ein Trio in den Titelkampf. Kieran Holthues will gemeinsam mit Paul Martin aus Essen den Zweier ohne auf Touren bringen. Die Zwillinge David und Emanuel Wieczorek sind fest gebucht, allerdings steht noch nicht fest, in welchem Boot sie sitzen werden. Als Trainer fährt RVM-Chefcoach Thorsten Kortmann mit nach Bulgarien, für die medizinische Versorgung ist Dr. Kristian Schneider von der Uniklinik mit an Bord.

Kruszwica/Polen

U-23-Europameisterschaften (4./5. September, Kruswica/Polen): Zum Saisonabschluss tauscht noch einmal ein Quartett aus Münster das Trikot mit dem blauen Stern gegen die Adlervariante des DRV. Ole und Sönke Kruse werden im deutschen Achter sitzen, Leonard Bührke im Vierer mit Steuermann und außerdem noch Celina Waldschmied im gesteuerten Juniorinnen-Vierer.

Münster

Sprint-Bundesliga (Finale am 11. September in Münster): Last but not least wird auch ein Münster-Achter die verkürzte, aber knackige Bundesliga-Serie mitfahren. Drei Rennen sind vorgesehen in Dortmund, Minden – und zum krönenden Abschluss der Höhepunkt auf dem Aasee.

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