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Rad: 24-Stunden-Rennen

Mit bis zu 100 km/h: Münsteraner „Einhörner“ siegen am Nürburgring

Münster

„Unicorn Squad“ – hinter diesem Teamnamen stecken vier Frauen, die verdammt viel Kondition haben. Franziska Schmidt, Leonie Zumhasch, Kathrin Dette und Monika Hübler gewannen am Wochenende beim 24-Stunden-Radrennen auf dem Nürburgring.

Von André Fischer

So sehen Sieger aus: Kathrin Dette, Monika Hübler, Franziska Schmidt und Leonie Zumhasch (von links) Foto: Roderic Kreunen

3 Uhr nachts auf der legendären Nordschleife. Alles, was Franziska Schmidt in der Dunkelheit registriert, ist das Kettenblatt ihrer Rennmaschine und die Reifen auf dem Asphalt. Sie ist im Tunnel, in knapp zwei Stunden, wenn die Sonne über der Eifel aufgeht, kann sie für einen Moment im Wohnmobil die Äuglein zumachen, ruhen. Bis dahin fährt sie Vollgas, bis zu 100 Kilometer in der Stunde sind drin auf den atemraubenden Abfahrten am Nürburgring.

30 Grad am Nachmittag

16 Grad zeigt das Thermometer – das ist angenehm im Vergleich zu den knapp 30 am Nachmittag. Schmidt wirkt wie befreit, sie liegt beim 24-Stunden-Radrennen im Vierer-Team mit Leonie Zumhasch, die Zweite beim Sparda-Münster-City-Triathlon 2022 war, Kathrin Dette und Monika Hübler (Hannover) auf Siegkurs.

Beeindruckend, wie die drei Münsteranerinnen mit ihrem Import aus der niedersächsischen Landeshauptstadt das traditionelle Event angehen – und nach 1440 Minuten am Sonntagmittag beenden. 25 Minuten beträgt der Vorsprung auf das zweitplatzierte Team. Gewonnen. „Wahnsinn“, sagt Schmidt, die mit ihrer Crew „Unicorn Squad“ die 26 Kilometer lange Runde samt ihrer 550 Höhenmeter 24-mal absolviert.

Ein Hauch von „Rock am Ring“

„Das hat was von Festival-Charakter mit sportlichem Hintergrund“, sagt Schmidt. Camper, Wohnwagen, Zelte – das Gelände scheint ähnlich stark frequentiert wie bei „Rock am Ring“. „Kathrin und ich sind schon zum dritten Mal dabei“, erzählt sie. Nie waren die beiden so erfolgreich unterwegs wie an diesem zurückliegenden Wochenende, das schlaucht. Mehr als drei Stunden Schlaf sind kaum drin.

Franziska Schmidt

Aufregung herrscht, als Zumhasch am Fuße der „Hohen Acht“ Probleme mit dem Schaltwerk hat. Sie bekommt Hilfe auf der Strecke – muss aber in der Folge mit weniger Gängen ein paar Watt mehr treten und in der letzten Runde auf das Rad von Hübler umsteigen. Wichtige Sekunden gehen verloren – am Ende langt es trotzdem. Schmidt und Co. kommen wieder.

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