Volleyball: USC verpflichtet Zweitligaspielerin aus Sachsen

Schritt für Schritt sparsam voran

Münster

Mit der Verpflichtung von Elena Kömmling hat der USC Münster ein weiteres Puzzlestück zu seinem neuen Kader hinzugefügt. Die Außen-/Annahmespielerin kommt aus Grimma. Insgesamt muss der Club aufs Budget achten. Die Ansprüche werden eher vorsichtig formuliert.

Von Wilfried Sprengerund

Elena Kömmling (im Block/rechts und im runden Bild) wechselt aus Sachsen nach Münster. Die 21-Jährige will sich beim USC weiterentwickeln und unterschrieb einen Zweijahresvertrag. Foto: Memofotografie

MünsterEs geht voran beim USC Münster. Am Freitag meldete der Volleyball-Bundesligist den bereits sechsten Neuzugang. Aus Sachsen stößt Elena Kömmling zu den Unabhängigen. Die 21-Jährige Außen- und Annahmespielerin wurde am Bundesstützpunkt Dresden ausgebildet. Zuletzt trug sie den Dress des Zweitligisten Volleys Grimma, über ihr Zweitspielrecht sammelte sie zuvor bereits Erstliga-Erfahrung in Erfurt. Kömmling unterschrieb in Münster einen Zweijahresvertrag. „Sie hat uns überzeugt mit ihrer überaus positiven Art und dem klaren Bekenntnis, ihre erste Station außerhalb ihrer Heimat in Münster antreten zu wollen“, sagt Sportchef Ralph Bergmann.

Im Schnitt ein bisschen älter und somit auch eine Spur erfahrener präsentiert sich das neue Personal des USC. Aus der Vorsaison, die der Club enttäuscht und enttäuschend jenseits der Playoff-Plätze abschloss, haben lediglich Kapitänin Barbara Wezorke, Juliane Langgemach als dienstälteste Kraft und die talentierte Libera Erika Kildau ihren Platz im Team behalten. Inzwischen wurde ein halbes Dutzend neuer Trikotsätze vergeben. Frei sind noch je ein Platz im Mittelblock und auf der Diagonalposition.

Keine großen Sprünge

Nach hohen (Fehl-)Investitionen in früheren Jahren, die noch immer den Etat belasten, hat die Führungsmannschaft um Präsident Martin Gesigora natürlich auch in dieser Transferphase einen Blick auf die Finanzen. Große Sprünge wie an den Standorten Stuttgart, Schwerin und Dresden kann sich der USC nicht erlauben. „Aber wir sind froh, dass uns der Verein die Verpflichtung der Spielerinnen, die wir auf dem Zettel hatten, durch die Bank ermöglicht hat“, konstatiert Bergmann. Es versteht sich von selbst – auch mit Blick auf die ökonomischen Folgen der Pandemie für den Sportclub –, dass Trainerin Lisa Thomsen und Bergmann bei der Auswahl neuer Kräfte von vornherein die Grenzen des Budgets im Blick hatten.

Nun, da sich die Transferaktivitäten auf die finalen Zugriffe zubewegen, ist Bergmann „echt happy“ über die Auswahl der Neuen. „Ich gehe stark davon aus, dass die Gruppe funktioniert. Wo es sportlich hinführt, kann ich nicht sagen. Das werden wir dann im Wettkampf sehen“, sagt er. Es sind wohl die leidvollen Erfahrungen aus der vergangenen Spielzeit, die zu verbaler Vorsicht mahnen.

Tatsächlich wird sich erst in der Saison erweisen, ob Münster besser aufgestellt ist als zuletzt. 2020/2021 musste Anika Brinkmann viel Last tragen, künftig soll die Verantwortung breiter verteilt werden. Auf der Diagonalen ist die niederländische Nationalspielerin Iris Scholten (21) klar gesetzt. Im Außenangriff haben zunächst wohl die Portugiesin Marta Hurst (28) und die Spanierin Maria Schlegel (27) die Nasen vorn: Es sind erfahrene Volleyballerinnen, an ihnen wird sich die junge Kömmling ausrichten und wachsen können. So ist wohl der Plan.

Chefin Valkova

Auch das Ressort Zuspiel mit Katerina Valkova als Chefin und Meghan Barthel in der Rolle der Auszubildenden sowie die Libera-Position mit Kildau als Solistin sind komplett besetzt. Fehlt noch eine zweite Diagonalangreiferin und eine Alternative zu Wezorke und Langgemach im Mittelblock. „Das kann eine Spielerin auf ähnlichem Level, aber auch ein Talent sein“, meint Bergmann. „Mit Barbara und Jule haben wir in der Mitte schon ein sehr, sehr gutes Niveau.“

Startseite