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Triathlon: Comeback im Breisgau mit Platz zehn

Schücker zurück im Wettkampf

Münster

Irgendwie ist Triathlon wie Radfahren, oder wie Schwimmen, oder Laufen – oder alles zusammen: man verlernt es nicht: Linda Schücker von TriFinish Münster hat sich jetzt nach dreijähriger Wettkampfpause beim Breisgau-Traithlon eindrucksvoll zurückgemeldet. Fast aus dem Stegreif gewann sie ihre Altersklasse: Gelernt ist eben gelerrnt.

-hef-

Wieder unterwegs: Linda Schücker Foto: privat

Linda Schücker ist zurück. Drei Jahre liegt ihr letzter Start zurück, zwei Kinder kamen im Hause Schücker auf die Welt, nun ein Start beim Breisgau Triathlon. Sie, die als Langstrecken-Spezialistin vor dieser Pause bekannt geworden war, startete auf einer sogenannten Mitteldistanz im Triathlon. Zwei Kilometer Schwimmen, 81 km auf dem Rad und ein Halbmarathon über 21,1 km waren zu absolvieren. Schücker erreichte nach 5:14,43 Stunden das Ziel – als Zehnte.

Sieg in der Altersklasse

„Schön ist es gewesen. Nach drei Jahren war ich mal wieder für mich unterwegs“, freute sich die mittlerweile 38-Jährige. Fast schon logisch, dass sie in der W 35 die Altersklasse gewann. Und für Triathlon-Verhältnisse war auch der Rückstand auf die Siegerin Sophie Herzog (4:40,06 Stunden) überschaubar. Schücker kam als 17. Frau nach 42:56 Minuten aus dem Wasser, sowohl auf dem Rad (2:43,50 Stunden) als auch beim Laufen (1:44,05) wurde sie auf den Distanzen als Achtbeste gewertet. Es war ein gutes Gefühl, mal wieder dabei gewesen zu sein, großen Druck früherer Wettkämpfe hatte sie sich nicht ausgesetzt: „Aber unter die Top Ten wollte ich schon kommen.“ Das hat Linda Schücker erreicht. Ohne Ziele geht es vermutlich auch nicht bei den Triathleten.

Neustart mit neuen Prioritäten

Die promovierte Diplom-Psychologin, die an der WWU in Münster beschäftigt ist, will in Zukunft wieder häufiger bei Wettkämpfen starten. „Aber in diesem Jahr finden wohl keine mehr statt. Im nächsten Jahr plane ich dann wieder eine Mitteldistanz“, sagt sie. Mit Ehemann Sascha wechselt sie sich mit den Trainingseinheiten ab, die Kinder können sie halt nicht allein lassen. Überhaupt, die Übungseinheiten sind aufgrund der Verpflichtungen kürzer. Auch auf eine Trainerin, die sie in ihrer „Ironwoman-Karriere“ begleitet hat, verzichtet sie. Hartes Intervalltraining steht zudem nicht im Handbuch der Gegenwart. Schücker lässt es fast schon ruhig angehen, für eine richtig gute Platzierung wie im Breisgau reicht das allemal.

Hoffen auf Heimspiel im Jahr 2022

Die Hoffnung ist da, dass es im kommenden Jahr vielleicht wieder mehr Wettkämpfe, mehr Angebote für Triathleten geben wird. Vielleicht nimmt sie dann auch den Sparda-Münster-City-Triathlon 2022 in Angriff. Da wurde sie 2018 Zweite, nachdem sie 2015 sogar gesiegt hatte. Ein Heimspiel für die Athletin von Tri Finish. Es ist ein Rennen über die olympische Kurzdistanz, dazwischen liegen die Mitteldistanzen. Ob Schücker noch einmal auf die trainingsintensiven Langstrecken zurückkehren wird – bei ihr weiß man nie. Vielleicht ist das Feuer schneller wieder entfacht nach Pandemie und Mutterglück, als alle denken.

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