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Fußball: Kinderhauser Reserve nicht zu bremsen

Schützenfeste im Wochenrhythmus

Münster

29 Tore in vier Spielen, da hat eine Mannschaft Bock aufs Toreschießen – und auch, wenn am Ende die Tordifferenz keine Rolle spielen wird, ist es den Präzisionsschützen von Westfalia Kinderhaus II dennoch ein großes Vergnügen, das Runde ins Eckige zu befördern.

-ag-

Stefan Schwinn hat jahrelang für Westfalias Erste Verantwortung übernommen, jetzt ist er Teil der treffsicheren Reserve. Foto: mast

Eigentlich haben Schützenfeste in Corona-Zeiten nicht gerade Hochkonjunktur – bei der Zweitvertretung von Westfalia Kinderhaus sieht man das allerdings ein wenig lockerer: Der Klassenprimus der Kreisliga A drei veranstaltet derzeit Scheibenschießen im Wochenrhythmus. „Die Jungs haben Bock, vor allem Niels Lauterbach trifft gerade, wie er will“, sagt Westfalia-Trainer Stefan Kloer. Sein Top-Torjäger erzielte am Wochenende seine Saisontreffer zehn bis zwölf – so viel wie der punktgleiche Verfolger SW Havixbeck bislang insgesamt verbuchen konnte. „Aber die Tordifferenz zählt am Ende nicht“, tritt Kloer die Euphoriebremse, „das wussten einige meiner Jungs gar nicht. Die waren ganz verwundert, als ich ihnen das sagte.“ Der Schusslaune allerdings tat diese Zusatz-Info keinen Abbruch.

Eintracht lässt kurz aufhorchen - und geht dann unter

Jüngstes Opfer der treffsicheren Westfalia-Reserve wurde am Wochenende Stadtrivale Eintracht Münster, der immerhin mit einer zwischenzeitlichen 2:1-Führung hat aufhorchen lassen – die hielt exakt drei Minuten, weitere zwei Zeigerumdrehungen später hatte die Westfalia die Dinge schon wieder gerichtet. Am Ende ging es der Truppe vom Pleistermühlenweg bei der 2:9-Demontage dann auch nicht besser als den Klassenkameraden Saxonia Münster (0:9) und SC Nienberge (0:6). Einzig die Roxeler Reserve begegnete der Truppe von Stefan Kloer bislang auf Augenhöhe, hatte nach dem 2:3 am Ende bei der Punktevergabe allerdings auch keine Aktien im Spiel. Folgerichtig hat die Westfalia nach vier Spieltagen ein makelloses Dutzend von Punkten angesammelt und zudem mit 29:4 Treffern ein durchaus einschüchterndes Torverhältnis mitgeliefert.

Gipfeltreffen am 3. Oktober

„Das sieht gut aus, keine Frage“, sagt der Trainer, sieht sein Team aber erst am Anfang eines langen und alles andere als vorhersehbarem Weg. „Wir haben gerade mal vier Spieltage hinter uns und in allen Spielen auch schlechte Phasen gehabt.“ Kloer ist überzeugt, dass auch der Spielplan seinem Team bislang ein wenig in die Karten spielte. „Ich denke schon, das sich diese drei Mannschaft am Ende auch in der unteren Hälfte der Tabelle wiederfinden werden.“

Ernst wird es spätestens am 3. Oktober, wenn Verfolger Havixbeck in Kinderhaus erwartet wird. „Und den kann ich überhaupt nicht einschätzen, gespielt habe ich gegen Havixbeck zuletzt, glaube ich, 2012. Außerdem müssen wir vorher noch auf Rasen beim SV Mauritz antreten, Da haben wir auch schon ordentlich einen mitbekommen ...“

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