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Schwimmen: Deutsche Meisterschaften

"Zugabe" und "Bonbon" - sieben SGS-Aktive starten bei den Finals

Münster

Deutsche Meisterschaften sind ohnehin ein sportlicher Höhepunkt, im Rahmen der „Finals 2022“ in Berlin werden die Titelkämpfe sogar zu einem unvergesslichen Event – oder einem „Bonbon“ wie Jens Okunneck, Trainer der SGS Münster, sagt. Vier junge Frauen und drei Männer aus Münster sind in der Hauptstadt am Start.

Von Ansgar Griebel

Die Berlin-Crew der SGS Münster freut sich auf ihre Einsätze im und am Becken: (v.l.) Gesa Gronert, Falk Lömke, Rica Botz, Valentin Schnermann, Emma und Felix Vorwerk, Lion Schürmann, Janne Bodemer, Patricia Rutz, Olivia Hopfinger und Jens Okunneck. Foto: SGS Münster

SGS-Trainer Jens Okunneck hatte seine sieben Schützlinge bereits am Mittwoch in einem Hotel im Zentrum Berlins um sich versammelt. Von hier aus fahren sie an diesem Donnerstag vergleichsweise kompliziert mit dem Neun-Euro-Ticket zum Europasportpark – dort soll es dann aber dafür umso gradliniger ins Ziel gehen.

Druck haben die Aktiven beim Saisonfinale allerdings nicht – zumindest nicht vom Trainer. „Für die Athleten ist das eine Zugabe, ein Bonbon nach einer langen Saison“, so Okuneck. Bis auf Janne Bodemer (100 und 200 Meter Freistil) und Rica Botz (Mixed-Staffel), die beide aus dem Junioren- in den Seniorenbereich gerutscht sind, haben alle SGS-Starter und -Starterinnen ohnehin ihren Saisonhöhepunkt mit den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften bereits vor wenigen Wochen abgehakt.

Hoffnungen ruhen auf Lömke und Bodemer

„Für Rica und Janne ist es die erste DM des Jahres, für sie ist es schon das Highlight. Aber Druck? Nein.“ Dennoch liegen die Hoffnungen auf eine Finalteilnahme am ehesten bei Bodemer, die auf der langen Schmetterlingsdistanz Nummer 27 der Jahresbestenliste ist und natürlich bei Falk Lömke über 50 Meter Rücken, er belegt hier Rang 14. Valentin Schnermann (400 Meter Lagen) und Lion Schürmann (200 Meter Schmetterling) komplettieren die Männer-Riege, die nach den kurzfristigen Corona-Absage von Christopher Sundermeier und Maximilian Kassenbrock auf ein Trio geschrumpft ist – zu wenig für die geplanten Staffeln.

Mit vereinten Kräften sollen aber die beiden Mixed-Staffeln über 4x100 und 4x200 Meter Freistil angegangen werden. Dazu sind neben den erfahrenen Bodemer und Botz auch noch die Talente Patricia Rutz und Olivia Hopfinger mit in die Hauptstadt gereist. „Und mal sehen, was da geht. Wir gehen mit einer der fünf besten Vorleistungen ins Rennen – und man weiß ja nie, wer da ausfällt oder gleichzeitig bei den Weltmeisterschaften am Start ist“, will Okunneck einen Über­raschungscoup seiner Schützlinge nicht ausschließen.

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Tatsächlich geht die SGS mit der drittbesten Zeit des Jahres in die lange Staffel. Vorsichtshalber hat der Trainer keinerlei Rahmenprogramm in der Hauptstadt geplant. „Was wir dann noch sehen, wohin wir noch gehen, das entscheiden wir spontan. Den Zeitplan geben die Athleten vor.“ Im Zweifel darf die berühmte Berliner Luft auch etwas länger nach Chlor riechen, und alle bleiben gerne in der Schwimmhalle, wenn es um Medaillen geht.

SGS-Chefcoach Erth fiebert am Telefon mit

Chefcoach Markus Erth ist dabei nur per Telefon zu­geschaltet, er betreut gleichzeitig sieben Nachwuchsschwimmer der SGS bei den nationalen Titelkämpfen im Freiwasserschwimmen in Mölln. „Glücklich ist das von der Ansetzung nicht, ich ­wäre auch gerne in Berlin dabei, aber für Jens passt es besser – er kann direkt im ­Anschluss von dort aus in den Urlaub fliegen.“

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