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Fußball: Oberliga:

Preußen II jubelt nach Selutin-Festspielen gegen Hamm

Münster

Mit einer fulminanten Schlussphase riss sich die zweite Mannschaft von Preußen Münster den ersten Saisonsieg unter den Nagel. Gefeiert wurde Nick Selutin als dreifacher Torschütze beim 4:2 gegen die Hammer SpVg.

Von Thomas Austermann

Flügelspieler Marvin Benjamins (rechts) war nahezu pausenlos Radojcic zu ackern. Foto: Thomas Austermann

Eine Woche nach dem verkorksten Auftakt in der Oberliga brillierte die unbeugsame Zweite des SC Preußen Münster mit herausragenden Tugenden und schaffte in einem furiosen Schlussspurt ein 4:2 (1:1) über die Hammer SpVg, die sich in den letzten Minuten zweimal überraschen ließ von den völlig neuformierten Jung-Adlern. „Ich bin jetzt echt stolz“, sagte der pausenlos coachende Kieran Schulze-Marmeling.

Der Burgsteinfurter Nick Selutin, aufgeboten im offensiven Mittelfeld, dürfte den Tag auch nicht so schnell vergessen. Drei Treffer gingen auf das Konto des schnellen 19-Jährigen, der als A-Junior in 17 Bundesligapartien siebenmal traf. Der klug in die Räume nachsetzende Selutin „arbeitet extrem im Training an Verbesserungen“, lobte sein Coach. „Wir haben zweimal die Führung abgegeben, sind aber jedes Mal imponierend zurückgekommen. Diese Moral zeichnet diese nie aufgebende Truppe aus.“

Wie Vorgänger Sören Weinfurtner verpasste auch Schulze-Marmeling der Elf eine anspruchsvolle Taktik mit größtmöglicher Flexibilität und Tempoattacken. Fünf oder drei teilen sich in der Kette die Arbeit, die permanent vorwärts denkenden und handelnden Außenspieler Marvin Benjamins und Elias Demirarslan sind Gefahrenherde für den Gegner. Etliche gute Bälle auch über die Distanz schlug Routinier und Ex-Profi Pascal Koopmann, der mit seinen inzwischen 31 Jahren einen Sonderstatus besitzt und im Aufbauspiel die unangefochtene Größe darstellt.

Selutin war per Kopf nach Flanke von Marius Mause, dem zweiten Erfahrenen, erfolgreich (13.) und nur nach Foulelfmeter, den Can Pohl unglücklich verschuldete, egalisierten die zuvor beeindruckten Gäste durch Hosan Ahmed, den 35-jährigen Dreh- und Angelpunkt der HSV. „Für uns glücklich, dass es 1:1 stand“, sagte Trainer Steven Degelmann und bescheinigte den Preußen große Variabilität und Wirkung in der Offensive. Nur die Treffer machten die Preußen noch nicht.

In der „schwächeren der beiden Halbzeiten“ (Schulze-Marmeling) hatte Hamm mehr Spielanteile, aber wieder traf Selutin (62.). Kevin Schacht feuerte einen Freistoß an die Latte, auf der anderen Seite war Regionalliga-Keeper Marko Dedovic gegen den Volleytreffer von Ahmed machtlos (76.).

Es wurde noch sehr munter im Sonnenschein: Jano ter Horst verhinderte per Kopf auf der Linie das 3:2 für Hamm, im Konter bediente Mause den Torjäger des Tages – Selutin traf in der 90. Minute. Und Luis Frieling setzte nach einer letzten Attacke den Schlusspunkt.

SCP: Dedovic – Benjamins, Mause, ter Horst, Pohl, Demirarslan (87. Sinev) – Koopmann (76. Ayyildiz), Rüschenschmidt (90.+3 Wesberg) – Selutin, Di Pierro – Schacht (84. Frieling)

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