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Futsal: Regionalliga Frauen

Serienmeister UFC ist nicht frei von Sorgen

Münster

Meister wurden die Frauen des UFC Münster in der Regionalliga bisher immer. Auch für die am Samstag beginnende Saison haben sie die Favoritenrolle inne. Doch es gibt schwerwiegende Probleme für den gesamten Club.

-hen-

Jasmin Jabbes spielte sich bei der Studentinnen-WM in den Vordergrund.  Foto: Georg von Coelln

Der 21. Mai 2022 ist für die Futsal-Frauen des UFC Münster schon ein historisches Datum – und zwar eines, an das sie sich nicht so gerne erinnern. Vor genau einem halben Jahr kassierte der damals erneut schon feststehende Westdeutsche Meister seine allererste Niederlage in der Regionalliga überhaupt, verlor 2:5 gegen die Panthers Köln. Nach zuvor sechs ungeschlagenen Saisons. Da passt es perfekt, dass die am Samstag beginnende Saison gleich die Möglichkeit zur Revanche bietet, wenn der UFC um Kathrin Klimas und Thea Fullenkamp bei den Panthers gastiert.

Top-Spiel gegen Panthers

„Ich freue mich, dass wir direkt wieder ein Top-Spiel haben und mit einer schweren Aufgabe starten“, sagt UFC-Präsident Georg von Coelln vor dem Auftakt in die Sechser-Liga, zu der noch der PCF Mülheim, der TC Freisenbruch, RW Oberhausen und Fortuna Düsseldorf gehören. Münster ragt nicht nur wegen seiner Titel aus diesem Sextett hervor. Ein Teil des Kaders um Jasmin Jabbes durfte im Sommer wichtige Erfahrungen bei der Studentinnen-WM (Platz sechs) in Braga sammeln, während die Kolleginnen mit dem Team der Uni Münster in Lodz bei der parallel ausgetragenen Uni-EM Bronze gewannen. „Da haben wir gezeigt, dass wir in den vergangenen Jahren hervorragende Spielerinnen ausgebildet haben“, sagt von Coelln, der dabei auch auf die Arbeit am Landesstützpunkt mit dem Trainerduo Fabian Nehm und Jeanne Lengersdorf verweist. So nahm Lengersdorf jüngst mit Jabbes und der ehemaligen ­UFClerin Pia Liening-Ewert stellvertretend für die deutsche WM-Auswahl die Sonderauszeichnung des Allgemeinen Deutschen Hochschulsports als „Team des Jahres“ entgegen. Ein Zeichen der Wertschätzung.

Georg von Coelln

Alles rosig, mag man meinen – und täuscht sich dann doch gewaltig. Denn die Voraussetzungen, an die nationalen wie internationalen Erfolge der Vergangenheit auf Dauer anzuknüpfen, sind momentan alles andere als gut. Gerade eine Hallenzeit pro Woche steht den UFC-Frauen zu, und die am Freitag von 16.30 bis 18 Uhr. Ein zweite teilen sich die beiden Männer-Teams, mehr Kapazitäten sind derzeit nicht verfügbar. „Wir können nur wenig trainieren, weil die Möglichkeiten fehlen. Ein Unding“, wie der um die nahe Zukunft besorgte von Coelln findet. „Ohne Hallen kein Spitzensport. Den haben wir über all die Jahre geboten. Wir stehen am Scheideweg, unter den Umständen wird es schwer.“

Sportliche Erfolge sollen weitere Argumente für bessere Gegebenheiten liefern. In der Liga und bei den am 5. und 6. November in München stattfindenden Deutschen Hochschulmeisterschaften, bei der die Uni Münster mit einem Frauen- und Männer-Team dabei ist.

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