Schwimmen: Wettkampf in der Coburg

SGS bringt alle Athleten wieder ins Wasser

Münster

Lange durften sie nur trainieren, durften im Wettkampf nicht mitmischen und konnten einzig ihren Kollegen aus dem Landeskader die Daumen drücken. Doch nun endlich hatte die Warterei für die weiteren Schwimmer der SGS Münster ein Ende, in der Coburg hieß es auch für sie wieder: „Auf die Plätze ...“ Und dabei zeigten sie, dass sie während der Pandemie nichts verlernt haben.

Henner Henning

Auf die Plätze... Erstmals fand in der Coburg wieder ein von der SGS organisierter Wettkampf statt. Foto: Mario Kock

Am Montagmorgen war Markus Erth schon wieder fleißig, in doppelter Hinsicht. Parallel zur Schreibtischarbeit, mit der er Meldungen für die anstehenden Wettkämpfe vorbereitete, bildete sich der Trainer der SGS Münster auch theoretisch fort. Im Hintergrund liefen die ersten Vorläufe der Schwimm-EM in Budapest. Klar weckt das Interesse bei Erth, der zwei Tage zuvor bei vielen seiner Schützlinge wahre Glücksgefühle erlebte. „Endlich wieder ins Wasser“ hieß es beim Wettkampf in der Coburg, bei dem alle SGS-Schwimmer – und nicht ausschließlich die Kaderathleten vom Landesstützpunkt – dabei sein durften.

Es war für die meisten seiner Schützlinge der erste sportliche Vergleich außerhalb des Trainings seit dem vergangenen September, das erste Kräftemessen mit Konkurrenten. „Man konnte sehen, dass alle heiß waren, mal wieder zu racen. Sie haben es genossen, mal wieder das Wettkampf-Feeling zu spüren“, sagte Erth, der mit den angebotenen Leistungen und Zeiten „zufrieden“ war. Wie etwa mit dem Auftritt von Elija Marasus (Jahrgang 2010), der über 100 Meter Brust in 1:26,99 Minuten eine der verschärften Normen unterbot und sich damit auf Rang drei der deutschen Jahrgangsliste schob.

Markus Erth und seine „Young Guns“

Er ist einer der „Young Guns“ (Erth), die für Furore sorgen. Maximilian Kassenbrock (2006) gehört ebenso dazu wie Jakob Wiens (2009), Uhyun Nam (2008) oder Kevin Kock, dem sein Stützpunkttrainer bei den nationalen Freiwassermeisterschaften in Münster durchaus eine „sehr gute Rolle“ zutraut. Und da wäre noch Falk Lömke (2005), seines Zeichens über 50 Meter Rücken die Nummer eins sowie über die doppelte Strecke die Nummer drei der nationalen Jahrgangswertung.

Es bewegt sich was bei der SGS, die sich nach dem Heim-Wettkampf in der Woche nach Pfingsten mit einem Teil des Kaders auf Reisen begibt. Erst geht es nach Basel, danach mit den älteren Jahrgängen nach Malta. Neue Ziele für Erth und seine Schützlinge.

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