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American Football: Oberliga

Showdown an der Sentruper Höhe zwischen Blackhawks und Crocodiles

Münster

Ob es am Ende um den Titel oder sogar um die Meisterschaft plus Aufstieg geht, wird sich erst im Laufe der nächsten Wochen oder Monate klären. So oder so ist das Oberliga-Saisonfinale zwischen dem Ersten und Zweiten, den Münster Blackhawks und den Cologne Crocodiles II, ein würdiger Schlusspunkt.

Von Ansgar Griebel

Finale furioso für die Blackhawks mit (v.l.) Marius Strunk, Sebastian Pfalzgraf und Adrian Asani Foto: Peter Leßmann

Das vorweg: Lange Weile gibt es bei den Münster Blackhawks nicht – alles andere jedoch hat durchaus seine mehr oder weniger beabsichtigten Längen. Lange mussten Team und Trainer auf den Neustart nach der Corona-Pause warten, lange war nicht sicher, ob überhaupt ein Spielbetrieb zustande kommt, dann verhungerte ein Gegner nach dem anderen am langen Blackhawks-Arm und zu guter Letzt steht an diesem Samstag ein lupenreiner Saisonhöhepunkt an, den Cheftrainer Alexander Naretz – man ahnt es – von wahrhaft langer Hand vorbereitet hat.

Verlegt vom ersten auf den letzten Spieltag

Ursprünglich war die Partie der Cologne Crocodile Prospects gegen die Münsteraner am ersten Spieltag dieser Express-Season in Köln vorgesehen, doch Naretz tauschte vorausschauend Heimrecht und Spieldatum, so dass jetzt an diesem Samstag um 15 Uhr die letzte und entscheidende Partie der Oberliga-Saison bei den Blackhawks an der Sentruper Höhe stattfindet. Alle anderen Teams sind bereits in der Winterpause, die Plätze drei – der an die Münster Mammuts gegangen ist – bis sechs sind längst vergeben.

Final geht es also „nur“ noch um Titel und Meisterschaft zwischen den beiden Teams, die bislang verlustpunktfrei die Konkurrenz aus dem Weg geräumt haben. Ein Showdown, der Naretz nicht überrascht. „Beide haben in der Oberliga nichts verloren“, sagt er mit Blick auf die Saisonleistungen, ein packendes Finale sei folgerichtig garantiert. Mit den Attributen „smart, jung, athletisch und spielstark“ umschreibt er beide Mannschaften, die sich auf Augenhöhe begegnen – Ende offen, aber nicht entscheidend.

Alexander Naretz

„Wir sind sehr zufrieden mit dem, was wir geschafft haben“, so Naretz. Er wagt schon vor dem Buchschluss eine kleine Bilanz und verweist auf die Siegesserie, auf die beiden Zu-null-Spiele, den Rekordsieg (67:0 gegen die Aachen Vampires) und natürlich den Derby-Erfolg gegen die Mammuts. „Diese Season kann gar nicht mehr schlecht werden, unabhängig davon, ob wir mit einer 5:1-Bilanz rausgehen oder mit 6:0. Aber wir haben uns dieses Spiel erarbeitet, das Finale verdient. Jetzt wollen wir es auch gewinnen“, so die selbstbewusste Vorgabe. „Wir haben uns super entwickelt und sind für die Zukunft optimal aufgestellt.“

Wo diese stattfindet, lässt sich auch am Samstag noch nicht final klären. Grundsätzlich werden in dieser Apres-Corona-Spielzeit weder Auf- noch Absteiger ausgespielt, da aber die deutsche Football-Landschaft voraussichtlich gründlich umstrukturiert wird, kann es nicht schaden, einen Meistertitel in der Bewerbungsmappe zu haben.

Trainingscamp mit Diepenbroick und Dümmer

Für zwei Blackhawks-Youngster enden die Saisonabschlussfeierlichkeiten am Sonntagabend im Reisebus nach Kroatien: Valentin Diepenbroick und Bennet Dümmer fahren mit der „Green Machine“, der NRW-Nachwuchsauswahl, ins Trainingscamp bei Split. Auch an Bord: Raphael Aland von den Mammuts und Mammuts-Coach Sascha Krotil.

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