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Leichtathletik: DLV-Präsidium

Sitz und Stimme für Münsteranerin Mara Konjer

Münster

Mara Konjer ist neues Mitglied im Präsidium des Deutschen Leichtathletik-Verbands – als erste Münsteranerin überhaupt. Welche Aufgaben sie dort ausführen möchte, beschreibt die 37-Jährige auch mit Blick auf ihre beruflichen Tätigkeiten.

Jürgen Beckgerd

Mara Konjer Foto: Emil Richelmann/IfS

Früher war Mara Konjer eine sehr gute Sprinterin und für den SC Preußen wie die LG Ratio Münster mehrfach Finalistin bei Deutschen (Jugend-)Meisterschaften. Heute ist sie Marathontrainerin bei den Laufsportfreunden – und: Die 37-Jährige ist seit dem Wochenende auch Präsidiumsmitglied im Deutschen Leichtathletik-Verband DLV. Bei dessen Verbandstag wurde die promovierte Sportwissenschaftlerin als Vizepräsidentin für den Bereich Sportentwicklung in das von 13 auf sieben Mitglieder verkleinerte Präsidium, das künftig als „Aufsichtsrat“ gegenüber dem hauptamtlichen Vorstand fungiert, gewählt. „Die Zukunftsfähigkeit der Leichtathletik ist auch Teil meiner Habilitation“, sagt Konjer und zeigt sich davon überzeugt, das Spitzenamt im DLV optimal mit den beruflichen Herausforderungen verbinden zu können.

Das und die Tatsache, dass sich der DLV in einem Umstrukturierungsprozess aufgrund der Spitzensportreform befinde, habe ihre Wahl beziehungsweise ihre Kandidatur beeinflusst. DLV-Vizepräsident Peter Westermann hatte sie im Frühjahr angesprochen. „Er fragte, ob ich mir eine Mitarbeit im Präsidium vorstellen könne“, schildert Konjer. „Der DLV wird sich ,entschlacken’ mit einem soliden hauptamtlichen Unterbau“, erklärt sie und freut sich, nun Teil dieses „Professionalisierungsprozesses“ sein zu können.

Ganz konkret gehe es zudem um die Bereiche Breiten- und Seniorensport, Inklusion und eben den Laufsport. Das ihr zugeteilte neue Ressort entspreche in weiten Teilen auch ihrer (sportlichen) Vita. Die Entwicklung des immer größer werdenden Laufbereichs spiele da mit hinein. Die wissenschaftlich fundierte Beratungsfunktion ebenfalls. „Ich bin sehr gespannt, wie es funktioniert“, sagt Konjer. „Ich bin so etwas wie eine Impulsgeberin, die die Entwicklung wissenschaftlich mitgestalten und begleiten möchte.“ Als erste Münsteranerin überhaupt im DLV-Präsidium.

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