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Schach: Münsterland Open

SK Münster 32 begrüßt zur 38. Auflage so viele Teilnehmer wie noch nie

Münster

Das Münsterland Open im Schach erleben in diesem Jahr einen ungeahnten Aufschwung. Auch durch die Pandemie befeuert boomt das Brettspiel. In der Hiltruper Stadthalle kommen mehr als 270 Teilnehmer zusammen – so viele wie noch nie.

Von Wilfried Sprenger

Bis zu 150 Bretter stellt der SK Münster 32 zu den Münsterland Open auf. Foto: Imago/Fotografie73

Schon früh in der Pandemie, als viele Pläne dem Virus zum Opfer fielen und die Menschen abends nur vor die eigene Türen traten, wenn es Notwendiges oder zumindest Dringendes zu erledigen gab, wurden in den Wohnstuben Gesellschaftsspiele entstaubt und Schachbretter aus Truhen oder Schränken gezogen. Das „Königliche Spiel“ boomte in dieser Zeit, und die Netflix-Serie „Das Damengambit“ sorgte für einen weiteren Schub. Die frische Blüte des Brettspiels hält bis heute an. Gerade erst erfährt der SK Münster 32 als Ausrichter der Münsterland Open eine ungeahnt hohe Nachfrage. Bis zum Mittwoch hatten 272 Denksportler für die traditionelle Turnierwoche gemeldet – 164 für das Open, 108 für den Herausforderer-Wettbewerb. „Das ist Wahnsinn. Wir machen das jetzt zum 38. Mal, aber so viele Starter hatten wir wirklich noch nie“, sagt der langjährige Vorsitzende Thomas Schlagheck. Weitere Meldungen sind noch möglich. Schlagheck: „An unsere Kapazitätsgrenze stoßen wir erst bei 300 Teilnehmern.

Es gilt die 2G-Regel

Am Freitag um 17 Uhr werden die Bretter in der Hiltruper Stadthalle freigegeben. Es gilt die 2G-Regel (geimpft oder genesen), bei Jugendlichen bis zum Alter von 16 Jahren genügt auch ein Testzertifikat.

Schlagheck und seine Mitstreiter beim SK 32 sind von der Nachfrage zwar überwältigt, aber nur bedingt überrascht. „Wir haben bereits in den vergangenen Monaten festgestellt, dass auf den Online-Plattformen zunehmend mehr Bewegung ist. Jetzt wollen die Leute raus und sich von Angesicht zu Angesicht messen. Da kommt vielen unser Turnier offenbar gerade recht“, sagt der Clubchef.

Viel Masse, aber auch Klasse – mit fünf Internationalen Meistern (inklusive einer Meisterin) sowie zwölf Fide-Meistern ist das Open erneut hochkarätig besetzt. Schon vor Jahren hat der SK 32 davon Abstand genommen, Großmeister mit Handgeldern anzuwerben. „Die Sorge, dass das Turnier an Qualität verlieren würde, hat sich als unbegründet erwiesen“, erklärt Schlagheck. Wenn man so will, sind die Open auch ein Generationen-Turnier: Der jüngste Teilnehmer kommt aus Potsdam und wurde 2011 geboren. Der Älteste reist aus der Saarland-Gemeinde Riegelsberg an und zählt zum Jahrgang 1936.

Turniergewinner erhält 1500 Euro

Nicht nur die Aussicht auf spannende Partien und frische Herausforderungen in Präsenz lockt viele Schachfreunde in den kommenden Tagen nach Münster. Für die Spitzenspieler hat gewiss auch das Preisgeld seinen Reiz. Allein beim Open-Turnier schüttet der Veranstalter mehr als 4000 Euro für die Besten aus. Der Gewinner des Turniers reist um 1500 Euro reicher heim.

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