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Fußball: Westfalenliga

Spitzenreiter 1. FC Gievenbeck bleibt stabil

Münster

Wenn der Erste den Vorletzten empfängt, dann ist einiges zu erwarten, allerdings nicht unbedingt Spannung. Und dennoch war dieser 2:0-Sieg von Westfalenliga gegen die standhafte Fichte aus Bielefeld alles andere als ein Selbstläufer, der Sieg am Ende aber vor allem das: Hoch verdient ...

Von Michael Schulte

Daniel Geisler (l.) lässt sich nicht von Gegenspieler Basma Suleiman in seinem Vorwärtsdrang nicht bremsen. Foto: Peter Leßmann

Kann ja sein, dass so mancher der rund 200 Besucher mit einem Schützenfest gerechnet hat. Nach dem Motto: Schaulaufen gegen Frustsaufen, wie es hinter vorgehaltener Hand auf den Zuschauerrängen gehofft wurde. Immerhin spielte ja der Tabellenführer der Fußball-Westfalenliga gegen den Vorletzten. Aber das Kräftemessen zwischen dem 1. FC Gievenbeck und dem VfB Fichte Bielefeld wurde zur wahren Geduldsprobe für die Hausherren, die letztlich aber einen hochverdienten 2:0 (1:0)-Sieg bejubeln durften.

Hierarchie bestätigt

Der Platz an der Sonne wurde souverän verteidigt, der Gast verbleibt im Ligakeller. „Wir sind nicht davon ausgegangen, dass wir leichtes Spiel haben werden. Bielefeld hat die letzten Spiele knapp verloren und kann auch Fußball spielen. Von uns hat keiner den Gegner unterschätzt, was ich auch ausgesprochen respektlos gefunden hätte“, zeigte sich Gievenbecks Cheftrainer Florian Reckels am Ende mit der Einstellung seiner Truppe und mit dem Resultat sehr zufrieden. „Ich bin froh, dass wir geduldig geblieben sind. Natürlich hatten wir Chancen auf mehr Tore, aber ein 2:0-Sieg bringt auch drei Punkte. Und die wollten wir haben.“

Wer es mit der Statistik hält, der kam am Sonntagnachmittag mit dem Notieren guter, sehr guter und eigentlich hundertprozentiger Chancen kaum nach. Aber was die Gievenbecker auch versuchten, das Leder fand nicht den Weg ins Tor. Ob mit Kopf oder Fuß, ob aus der Distanz oder aus der „Box“, es sollte einfach nicht gelingen. Da brauchte es schon einen Freistoß von Miclas Mende, der direkt vor dem Halbzeitpfiff – wohl eher als Flanke gedacht – ungehindert in die Maschen rauschte.

Unnötiges Bangen

Nach dem Wechsel ein Schreckmoment für Gievenbeck. Mende hatte das Leder zurückgeköpft, beim Klärungsversuch rutschte Torwart Nico Eschhaus aus, so dass der Bielefelder Luis Harmann freie Bahn hatte. Aber der junge Mann war offensichtlich so überrascht, dass er das Geschenk nicht annahm, sondern die Kugel über das Tor drosch.

Chancenwucher geht weiter

Ansonsten: Im zweiten Abschnitt war der Statistiker wieder sehr beschäftigt, musste aber erst in der 67. Minute den nächsten Treffer notieren. Eine Flanke des eingewechselten Philip Röhe nahm Anton Mand auf und traf hart ins rechte obere Toreck. Dass es vorher und danach weitere Möglichkeiten für den FCG gab, muss nicht eigens erwähnt werden. Dass diese nicht genutzt wurden – geschenkt. Also blieb es beim 2:0-Erfolg, und das Schützenfest fiel aus.

An dieser Stelle soll aber auch nicht verschwiegen werden, dass die Gäste wirklich stark verteidigten und ihrerseits zu Konterchancen kamen. Aber diese haben sie dermaßen fahrlässig abgeschlossen, dass sie eigentlich nie für einen Ehrentreffer in Frage gekommen wären. Und auch der Hinweis ihres Trainers Philipp Willmann: „Spielt einfach und lasst den Zirkus im letzten Drittel“, konnte daran nichts ändern. Gievenbeck darf feiern und Bielefeld auf bessere Zeiten hoffen.

1. FC Gievenbeck: Eschhaus – Brüwer (65. Röhe), Beyer, Scherr, Mende – Mand, Volmering – Geisler (86. Maddente), Balz – Martin (73. Stüve), Fromme (65. Temme)

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