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Tennis: 2. Damen-Bundesliga Nord

TC Union wehrt sich beim 3:6 gegen BW Berlin tapfer

Münster

Die Überraschung blieb aus gegen den Favoriten, doch auf die Leistung gegen den bislang ungeschlagenen TC 1899 BW Berlin kann der TC Union Münster aufbauen. Nur ein Punkt fehlte dem Tennis-Zweitligisten, um mit einem 3:3 in die Doppel zu gehen. So unterlag der TCU am Ende mit 3:6, kann aber aus dem freitäglichen Auftritt Mut schöpfen für die Sonntagspartie in Versmold.

Von Henner Henning

Nastja Kolar und der TC Union Münster streckten sich vergeblich gegen den TC 1899 Blau-Weiss Berlin. Zwar forderte der Zweitligist von der Steinfurter Straße den Favoriten aus der Hauptstadt, unterlag aber letztlich deutlich. Foto: Peter Leßmann

Gut sieben Stunden haben sich die Tennis-Damen des TC Union Münster am Freitag gewehrt, haben einem Top-Team der 2. Bundesliga Nord eine ganze Menge abverlangt. Letztlich blieben nach dem 3:6 (2:4) gegen den TC 1899 Blau-Weiss Berlin nicht mehr als des Gegners Kompliment für eine couragierte Leistung, der vierte Saison-Auftritt aber brachte immerhin die Erkenntnis, im Kampf um den Klassenerhalt sehr wohl noch berechtigte Chancen zu haben. „Das Spiel hat gezeigt, dass wir uns nicht verstecken müssen“, sagte Trainer Szymon Seifert, der „zufrieden“ war mit seinen Schützlingen.

Nicht aber mit dem Ergebnis, das mit ein bisschen mehr Glück durchaus hätte besser ausfallen können. Zwar geriet der TCU gegen Berlin, das ohne seine Top-Spielerin Marina Melnikova (Russland), dafür aber erstmals mit der Rumänin Andreea Rosca angetreten war, durch zwei klare Niederlagen von Melanie Klaffner (0:6, 2:6 gegen Valentyna Ivakhnenko) und von Andrea Böckmann (3:6, 2:6 gegen Charlotte Klasen) schnell in Rückstand. Doch schon Youngster Paula Rumpf schürte mit ihrem 6:4, 7:6 (7:5) gegen Anna Klasen Hoffnung auf mehr. „Paula hat das ganz stark gemacht“, lobte Seifert.

Mariana Drazic vergibt Matchbälle

Münster war dran, bot dem blau-weißen Favoriten aus der Hauptstadt die Stirn. Wie Nastja Kolar, die sich im Spitzeneinzel lange gegen die Tschechin Jesika Maleckova wehrte, aber doch mit 5:7, 2:6 verlor. Es war der Vorgeschmack auf den spannungsgeladenen Höhepunkt der Einzelrunde, die sich nun zuspitzte. Sowohl Mariana Drazic als auch Manon Kruse gingen über die volle Distanz – und darüber hinaus. Mit unterschiedlichen Erfolg. Kruse schaukelte mit all ihrer Routine ihr Match gegen Lena Greiner nach überschaubarem Start mit 1:6, 7:5, 11:9 nach Hause und bescherte Union damit Punkt Nummer zwei. Und beinahe wäre ein dritter hinzugekommen, Drazic hatte es gegen Rosca auf dem Schläger. Doch die Kroatin ließ zwei Matchbälle liegen und musste dann in die 4:6, 6:4, 9:11-Niederlage einwilligen. Freud und Leid lagen ganz eng beieinander. „Ein 3:3 nach den Einzeln hätte die Ausgangslage natürlich geändert“, meinte Seifert, der Kruse ein „überragend“ ins Zeugnis schrieb.

Mit dem 2:4 ging es also in die Doppel, in denen das erste Berliner Duo mit Maleckova/Ivakhnenko kurzen Prozess mit Kolar/Drazic machte und mit dem 6:1. 6:0 schnell für die Entscheidung sorgte. Die Klasens legten gegen Rumpf/Böckmann (6:2, 6:1) nach, das abschließende 6:4, 5:7, 10:6 von Klaffner/Kruse gegen Rosca/Greiner darf als Mutmacher für die Sonntagspartie in Versmold herhalten. Wie der gesamte Auftritt.

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