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Serie: Sport in der Corona-Falle

Tennistrainer Greis vermisst die Kinderaugen

Normalerweise trainiert Karl-Heinz Greis junge Tennis-Talente. Doch seit dem Beginn des Lockdowns ist er zum Abwarten gezwungen. Das tut ihm weh, lauthals beklagen möchte er sich über die meisten Punkte nicht. Eine Sache fehlt dem Münsteraner aber ganz besonders.

Wilfried Sprenger

Sein Beruf Foto: Jürgen Peperhowe

MünsterKarl-Heinz Greis beklagt sich nicht. „Es geht mir gut“, sagt er. Und dass er in dieser Pandemie eigentlich noch gut dran sei. Greis, den alle nur „Kalle“ nennen, ist Tennislehrer. Seit 40 Jahren nun schon unterrichtet er. Kurz vor dem großen Boom in Deutschland ist er auf den Zug gesprungen. Er hat profitiert von Boris Becker und Steffi Graf. Und hat einfach weitergemacht, als die Idole gingen. Inzwischen ist Greis 66. Wenn er dürfte, würde er immer noch fast jeden Tag auf dem Platz stehen. Mit dem Lockdown Anfang November wurde sein Pensum auf null gefahren. Zum zweiten Mal nach der ersten Welle im Frühjahr. Greis ist ein aktiver Mensch. „Ich muss Aufgaben haben und mich bewegen. Das hält mich jung“, erklärt er. Aktuell steht sehr viel still. Greis geht es nicht wirklich gut. Wie vielen soloselbstständigen Kollegen im Sport. Der erfahrene und engagierte Tennistrainer hält den Kopf dennoch oben. „Die Gastronomie, die Kultur und die Künstler tun mir leid“, sagt er.

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