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Reiten: Turnier der Sieger

Tour-Spitzenreiterin Hinners setzt in Münster gleich mal ein Zeichen

Münster

Sophie Hinners ist zum ersten Mal beim Turnier der Sieger dabei – und hinterlässt gleich an ihrem ersten Tag mächtig Eindruck. Erst der Erfolg in der Youngster-Tour, dann der Sieg im ersten Springen der Großen Tour mit Churchill. Ein klares Zeichen, dass mit der 24-Jährigen an diesem Wochenende zu rechnen ist.

-hen-

Auf dem Weg zum nächsten Sieg: Sophie Hinners und Churchill gewannen beim TdS das erste Springen der Großen Tour. Foto: Jürgen Peperhowe

Der Einstieg in das Turnier der Sieger hätte für Sophie Hinners kaum besser laufen können. Erst gewann sie am Mittag mit Honey Bunny eine Prüfung der Youngster-Tour, dann legte sie am späten Nachmittag im ersten Springen der Großen Tour nach. Im Sattel von Churchill war sie nicht zu schlagen und untermauerte als Führende der Bemer Riders Tour gleich einmal ihre Ambitionen.

Das war schon gleich einmal ein dickes Ausrufezeichen, dass das Siegerpaar der letzten Tour-Etappe in Donaueschingen da setzte. Locker, leicht und lässig meisterte es die gestellte Aufgabe, war zudem in 71,80 Sekunden unheimlich schnell. Zu schnell für den Rest, der sich sicherlich mit Blick auf den Großen Preis am Sonntag Gedanken machen muss, wie dieses sich in Top-Form befindende Duo zu schlagen ist.

Druck als Spitzenreiterin, als Gejagte lässt Hinners keinen an sich herankommen, will aber ihre gute Ausgangslage auf der fünften der acht Stationen halten. „Es wäre schön und von Vorteil, wenn ich ein paar Punkte sammeln könnte“, sagte die 24-Jährige. Zumal sie in der kommenden Woche beim nächsten Tour-Stopp in Lier (Belgien) wegen ihres Starts beim Bundeschampionat fehlen wird und auch ihr Start in der Wiener Neustadt noch offen ist.

Kutscher wird Zweiter vor Thieme

Mit einem Respektabstand folgten zwei routinierte Reiter der derzeit glänzend aufgelegten Hinners. Erst kratzte Europameister André Thieme an der Bestzeit. Mit Contadur, mit dem er in Falsterbo im Sommer erneut das schwedische Springderby gewonnen hatte, blieb trotz zweier Wackler fehlerfrei, letztlich aber fehlten ihm 1,61 Sekunden. Etwas schneller unterwegs war dann direkt nach Thieme als vorletzter Starter Marco Kutscher mit Carriado. Auch der zehnjährige Wallach erwischte eine feine Runde, die 73,18 Sekunden bedeuteten aber unter dem Strich Rang zwei. An Hinners führte einfach kein Weg vorbei – und damit kann sie vor dem Großen Preis die Rolle der Mitfavoritin nicht von sich weisen.

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