Triathlon: Bundesliga bei den „Finals 2021“

Tri Finish und W+F Münster nehmen wieder Fahrt auf

Münster

Endlich wieder Bundesliga, das denken sich die meisten Triathleten von W+F wie auch Tri Finish Münster. Am Wochenende in Berlin geht es wieder in die Vollen. Und das im Rahmen der „Finals“. Doch es gibt zumindest bei einem Team auch Sorgenfalten.

Luca Hagemeyer Foto: privat

Er ist gerade mal 21 – und sich seiner Verantwortung bewusst. Luca Hagemeyer managt mit W+F Münster seit Oktober 2020 einen Bundesligisten. Dabei ist er vor gut einem Jahr als Neuzugang vom Bocholter WSV geholt worden. „Es ging alles so schnell“, sagt er. Seinen Startpass hat er noch. Im Notfall steht er parat. Nur nicht in Berlin. Im Rahmen der „Finals 2021“ startet die Bundesliga am Sonntag nach einjähriger Enthaltsamkeit über die Sprintdistanz (750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen) in die neue Saison.

Die Pandemie hat vieles verändert. Wettkämpfe gab es bis auf das Event in Saarbrücken im Vorjahr kaum. Motivationsprobleme waren nicht selten die Folge. Der Sport auf Abwegen. Und die Jungs? Setzen mitunter Prioritäten. Bei W+F hat mit Robin Willemsen gar ein junger Kerl mit reichlich Erfahrung seine Karriere berufsbedingt beendet. Auch Frederik Pilarski hat sich zurückgezogen, macht erst mal sein Abitur. Jonas und Cedric Osterholt tragen zu allem Überfluss jetzt das Dress des PSV Trier. „Der Kader ist auf Kante genäht“, sagt Hagemeyer.

In Berlin setzt er neben Leo Arnold und David Wetzel auf die drei Niederländer Joey van’t Verlaat, Victor Goené sowie Simon den Braber (beide Neuzugänge). Mit diesem Quintett wollen sie bei Wasser+Freizeit das Oberhaus rocken. Und sollte die Not denn doch mal groß sein, werden Hagemeyer selbst oder sein „Co“ Quentin Staudinger in die Bresche springen.

Personalsorgen haben sie beim Stadtrivalen Tri Finish nicht. Teamchef Martin Epkenhans und seine Crew machten sich am Mittwoch auf den Weg. Schon am Donnerstag starten Jonas Hoffmann und Luca Heerdt zusammen mit Julia Sußiek und Sandra Hennen aus dem Regionalliga-Team bei der DM im Mixed Relay. Für den Bundesliga-Wettkampf wurden neben Hoffmann und Heerdt auch Yannick Stollenwerk, Valdemar Solok und Oscar Gladney Rundqvist nominiert. Gleichzeitig wird der neue Deutsche Meister gesucht.

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