Triathlon: Bundesliga

Tri Finish zum Auftakt Achter, W+F Münster Zwölfter

Münster

Endlich wieder Wettkampf: Im Rahmen der „Finals“ in Berlin hat die Triathlon-Bundesliga ihren Auftakt in die Saison gefeiert – mit münsterischer Beteiligung. Tri Finish landete auf Rang acht, W+F wurde nach der ersten Wertung Zwölfter.

Von André Fischer

Platz acht in Berlin: die Tri Finisher Yannic Stollenwerk, Luca Heerdt, Oscar Gladney Rundqvist, Jonas Hoffmann und Foto: Tri Finish

Im

Olympiapark zu Berlin zeigte sich 2019, wie gelungen das Konzept der „Finals“ ist. Deutsche Meisterschaften zum Anfassen – das Publikum in der Bundeshauptstadt war mittendrin und kitzelte bei dem einen oder anderen Sportler noch zwei bis drei Prozent mehr raus. Wahnsinn, diese Atmosphäre – und ganz nebenbei stieß die Berichterstattung bei den Öffentlich-Rechtlichen auf bemerkenswerte Resonanz. Martin Epkenhans, Teamchef von Tri Finish Münster, war bei der Premiere damals vor Ort und nahm im Rahmen des Bundesliga-Wettkampfs der Triathleten Menschen wahr, die allesamt ein Lächeln auf den Lippen hatten. Das war gestern – die Pandemie-Realität ist 2021 eine andere. Noch. Gerade mal 150 Besucher verliefen sich beim Zieleinlauf der Dreikämpfer am Sonntag nach 750 Meter Schwimmen im Wannsee, 20,4 Kilometern Radfahren und fünf Kilometern Laufen im großen Rund der Arena. Mehr durften nach dem kurzfristig angepassten Hygienekonzept nicht rein. „Es war anders“, bilanzierte Epkenhans nüchtern, bei dem dennoch die Freude überwog, endlich wieder ins Wettkampfgeschehen eingreifen zu können. Und das durchaus erfolgreich. Die Abordnung aus Münster schaffte zum Liga-Auftakt Platz acht, der innerstädtische Konkurrent W+F landete auf Rang zwölf – in der ersten offiziellen Wertung. Und das, obwohl nur drei Aktive ins Ziel kamen. „Das ist auch für mich überraschend“, so Luca Hagemeyer, der Sportliche Leiter.

Die große Frage vor dem ersten Akt nach der langen Durststrecke war, wie sich Münsters Ausdauerhelden vor allem im Wasser schlagen. Tri-Finisher Jonas Hoffmann hatte monatelang in seiner Heimat im Siegerland keinerlei Möglichkeit zu trainieren. „Dafür lief es gut“, lobte Epkenhans. Für die besten Resultate sorgten seine dänischen Importe. Oscar Gladney Rundqvist wurde 13. in 51:46 Minuten, Landsmann Valdemar Solok folgte nach 51:56 Minuten auf Rang 19. Hoffmann (45./53:48) und Yannic Stollenwerk (60./54:47) waren ordentlich unterwegs, Luca Heerdt als 72. (57:52) lieferte die Streichwertung. Letzterer war am Donnerstag bereits mit Hoffmann sowie den Regionalliga-Frauen Sandra Hennen und Julia Sußiek im Mixed Relay am Start.

Bei Wasser+Freizeit waren die Vorzeichen vor dem ersten Event mit Blick auf die dünne Personaldecke ohnehin nicht rosig. Zu allem Überfluss musste Leo Arnold kurzfristig mit einer Muskelverhärtung passen. Der Rest vom Schützenfest versuchte die Kohlen einigermaßen aus dem Feuer zu holen. Sprich die drei Niederländer im Team – sie gaben alles. Victor Goené wurde immerhin 33. (52:29), Simon Den Braber (59./54:45) und Joey van’t Verlaat (68./55:50) schafften es in die Ränge. David Wetzel nicht. Er wurde überrundet und laut Reglement aus der Wertung genommen. Unter dem Strich war W+F also mit nur drei Triathleten in den Ergebnissen vertreten. Umso verwunderter war selbst Hagemeyer ob des zwölften Platzes. „Ich bin verwirrt und kann das gerade nicht erklären. Aber so ist das offizielle Ergebnis.“ Möglich, dass sein Team noch auf den letzten Rang degradiert wird.

„Egal, was passiert: Wir können zufrieden sein. Unter diesen Voraussetzungen hier zu starten, war nicht ohne. Ich freue mich, dass die Jungs trotz aller Hürden so viel Gas gegeben haben.“ In knapp drei Wochen geht es bereits mit dem zweiten Bundesliga-Wettkampf in Potsdam weiter (27. Juni). Dann vielleicht wieder mit einem fitten Arnold an Bord. Notfalls muss Hagemeyer selbst in die Bresche springen.

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