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Volleyball: 2. Bundesliga Männer

"Konnte nicht ablehnen": Annacker übernimmt beim TSC Gievenbeck

Münster

Eigentlich wollte Kai Annacker eine Schaffenspause einlegen. Nun ist der langjährige Volleyball-Trainer doch „umgefallen“. Die Herausforderung, Coach des Zweitliga-Aufsteigers „Orderbase Volleys Münster“ zu werden, mochte der 49-Jährige nicht ablehnen.

Von Wilfried Sprenger

Nach dem Ende seines Engagements bei BW Aasee wollte Kai Annacker eigentlich eine schöpferische Pause einlegen. Ein Anruf vom TSC Gievenbeck stimmte den erfahrenen Volleyball-Trainer um. Foto: Wilfried Hiegemann

Das hat nicht lange gedauert: Auf der Suche nach einem neuen Trainer ist der TSC Gievenbeck, der nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga künftig unter Orderbase Volleys Münster firmiert, nicht nur rasch, sondern dazu in der unmittelbaren Nachbarschaft fündig geworden. Kai Annacker, zuletzt fünf Jahre (im ersten als „Co“) für Damen-Dritt­ligist BW Aasee verantwortlich, tritt das Erbe von Aufstiegscoach Michael Spratte an, der sich nun als Teammanager einbringt.

Ursprünglich hatte Annacker eine mindestens einjährige Pause einlegen wollen. Doch als der Anruf vom TSC kam, die Dinge (auch mit der Mannschaft) besprochen waren und Gattin Maren („mein Hausvorstand“) ihr Einverständnis gegeben hatte, war die Zusammenarbeit besiegelt. „Ich hätte wirklich bei keinem anderen Verein zu­gesagt. Aber dieses Angebot mit dem maßgeschneiderten Paket vor der Haustür konnte ich nicht ablehnen“, sagte Annacker.

Déjà vu - nicht nur für Annacker

Der 49-Jährige engagiert sich nicht zum ersten Mal bei den Gievenbeckern. Vor seinem Wechsel zu Aasee trainierte er beim TSC die U 16, die U 18 und für kurze Zeit auch die dritte Mannschaft. Nun das Déjà vu – nicht nur für den Coach. Auch für Moritz Lembeck, Luca Brirup, Tim Wahl und Aaron Zumdick ist die Reise in die Zukunft verbunden mit einem Schlenker in die Vergangenheit. Alle vier wurden bereits als Jugend­liche von Annacker betreut.

„Ich finde es großartig, dass es die Jungs so weit geschafft haben. Nun gehen wir die Herausforderung in der 2. Liga gemeinsam an. Das ist für alle sehr spannend, natürlich auch für mich. Vor ein paar Wochen hätte ich mir nicht träumen lassen, solch eine Chance und so viel Ver­trauen zu bekommen“, erklärt Annacker.

Die TSC-Verantwortlichen hatten schon im ersten Gespräch mit Annacker „ein sehr gutes Gefühl“, wie Odo Wunnicke versichert. „Kai war und ist gepackt von der Idee, mit uns in der 2. Liga anzutreten. Genau dieses Herzblut brauchen wir“, sagte der Abteilungsleiter des Clubs.

Rehse-Abgang reißt Lücke beim TSC

Natürlich habe für den „Neuen“ auch die Erfahrung gesprochen. „Er hat mit den Männern vom TV Hörde bereits in dieser Liga gespielt. Es war uns wichtig, jemanden an Bord zu holen, der weiß, was uns erwartet.“ Wunnicke und Teammanager Spratte versicherten, dass man antrete, um zu bleiben. „Na­türlich müssen wir erst einmal das erste Jahr schaffen und ankommen. Aber danach wollen wir uns etablieren“, so Wunnicke.

Bis zum Ligastart im September hat der TSC noch ­einige Hürden zu nehmen. Die Erteilung der Lizenz stellt keine mehr da. „Wir warten noch auf die schrift­liche Zusage, mündlich haben wir sie bereits“, teilte Spratte am Freitag mit. Weil der Kader nahezu komplett beisammen bleibt, bedarf es bezüglich des Personal­bedarfs auch nur weniger Anstrengungen. Eine Lücke reißt der Verlust von Mathias Rehse auf der Diagonal-Position. „Da suchen wir aktuell noch. Eine Lösung zeichnet sich allerdings ab. Wir sind da wirklich optimistisch“, erklärt Spratte.

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