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Fußball: Kreispokal-Finale

Hiltrup und Gievenbeck treffen sich zum Himmelfahrts-Kommando

Münster

Der TuS Hiltrup und der 1. FC Gievenbeck brauchen weder Pokalfinale noch Liga-Showdown, um die Fans zu elektrisieren – und bekommen in den kommenden zehn Tagen beides. Den Auftakt macht das Himmelfahrtskommando in Freckenhorst. Um 15 Uhr spielen die beiden Westfalenligisten den Kreispokalsieg unter sich aus.

Von Ansgar Griebel

Gievenbecks Miklas Mende (l.) und Daniel Geisler (r.) treffen im Kreispokalfinale auf den TuS Hiltrup um Bastian Gaube (M.). Foto: Peter Leßmann

Favoritenrolle? Fehlanzeige! Prognose? Problematisch! Unterhaltungswert? Unglaublich! Der TuS Hiltrup und der 1. FC Gievenbeck sind sich seit Jahrzehnten in inniger Rivalität, aber auch in bester Nachbarschaft verbunden, man könnte beide Clubs auch auf dem Speckbrettplatz gegeneinander antreten lassen – und ein Spektakel wäre garantiert.

Aktuell spitzt sich die Beziehung der beiden Westfalenligisten durch ein glückliches Händchen der Spielplanmacher sogar noch über die normalen Maße zu. Denn nach dem 1:0-Erfolg des TuS gegen Westfalenliga-Spitzenreiter Delbrücker SC kann der FCG plötzlich wieder vom direkten Aufstieg in die Oberliga träumen – muss dazu allerdings am letzten Spieltag den Favoritenschreck aus Hiltrup bezwingen. Und als wäre das nicht genug, treffen beide Teams zu einem Himmelfahrts-Kommando im Kreispokal-Finale in Freckenhorst (15 Uhr) aufeinander.

Ein Pokal zum Abschied

„Uns interessiert im Moment nur dieses Spiel“, sagt Hiltrups scheidender Trainer Christian Hebbeler. „Diese Saison mit all ihren Schwierigkeiten und Herausforderungen mit einem Titel zu beschließen, wäre schon eine tolle Sache. Natürlich sind alle Spieler vor einem Pokalfinale bis in die Haarspitzen motiviert.“ Gerne würde Hebbeler dem TuS zum Abschied einen Pokal für die Clubvitrine organisieren. „Den gab es seit neun oder zehn Jahren nicht mehr. Und ein Platz im Westfalenpokal in der kommenden Saison wäre auch reizvoll.“

Angst vor dem aktuellen Liga-Zweiten hat Hebbeler zumindest nicht, warum auch. Fünf Tage nach dem Delbrück-Coup erwartet er mit Frederik Schulte und Nils Johannknecht zwei Fachkräfte zurück.

Schulte mit dem alten gegen den neuen Club

Wobei vor allem Schulte nichts zu verlieren hat: Entweder er holt den Pott mit seinem aktuellen Verein oder er spielt künftig beim Pokalsieger. Schulte spielt in der kommenden Spielzeit am Gievenbecker Weg – am liebsten in der Oberliga und dann nicht mehr gegen den TuS.

Obwohl FCG-Trainer Florian Reckels diese Begegnungen zu schätzen weiß: „Weil wir die Hiltruper kennen und schätzen. Das Pokalfinale ist ohnehin ein großes Spiel, eins, das wir uns verdient haben und das jeder ernst nimmt. Aber gegen Hiltrup ist es dann vielleicht noch ein bisschen schöner.“ Verzichten muss Reckels auf Manuel Beyer (beruflich verhindert) und die erkrankten Anton Mand und Peter Stüve.

Dass es zehn Tage später ein nicht minder wichtiges Wiederholungstreffen im Liga-Finale geben könnte, ist beiden Trainern bewusst, spielt aber an Christi Himmelfahrt so gar keine Rolle: „Uns interessiert nur dieses Spiel, alles andere dann, wenn es so weit ist“, sind sich die Trainerkollegen einig.

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