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Fußball: Westfalenliga

TuS Hiltrup unterliegt Lünen und verharrt im unteren Drittel

Münster

Die Fans des Lüner SV hatten ihren Spaß. Gastgeber TuS Hiltrup schob dagegen Frust. Nach der Heimniederlage sitzt der Westfalenligist weiterhin im unteren Tabellendrittel fest.

Von Michael Schulte

Lünens Matthias Drees (r.) ist hier vor TuS-Angreifer Luca de Angelis am Ball. Foto: Peter Leßmann

Die Rot-Weißen Löwen waren gut vorbereitet. Sie hatten sich mit ihren knallroten „Supporter“-Jacken schräg hinter der Auswechselbank ihres Lüner SV postiert, zwei Kisten Bier zwischen ihren Füßen platziert und 90 Minuten lautstark ihren Wunsch nach einem „Auswärtssieg“ postuliert. Sie wurden erhört. Der TuS Hiltrup unterlag am Sonntagnachmittag dem Westfalenliga-Zweiten verdient mit 0:2 (0:0) und bleibt im unteren Tabellendrittel stecken.

„Wir haben zu viel zugelassen, waren nicht wach genug. Und wir haben erst nach dem 0:2-Rückstand aufgedreht, aber auch da fehlte uns das nötige Glück.“ TuS-Trainer Marcel Stöppel war ehrlich genug, zuzugeben, dass sein Team schon vor der Pause Glück gehabt hatte, nicht in Rückstand zu geraten. Einmal war es Lünens Linksaußen Sebastian Hahne, der aus fünf Metern nicht ins Tor traf. Und derselbe Spieler nutzte zehn Minuten später einen Zusammenprall zwischen den Hiltrupern Romain Böcker und Jakup Kilinc dazu aus, den Ball ins leere Tor zu schieben. Allerdings hatte der Unparteiische Tim Jarczyk in dieser Situation ein Foulspiel des Gästestürmers gesehen. Da war er neben den Aktiven und (angeblich) gezählten 41 Besuchern wohl der Einzige. „Schiri, brauchst du nen Hund?“ kam die rhetorische Frage von den Rot-Weißen Löwen, letztlich war das noch die freundlichste Attacke auf den Herrn in Gelb-Schwarz. „Klares Tor“, waren sich Stöppel und Lünens Coach Axel Schmeing später einig.

Für den LSV war das letztlich egal, kam er doch kurz nach der Pause zu seinen zwei Treffern, die das Spiel entschieden. Zuerst per Foulelfmeter von Enis Delija, den Arne Stegt an Nico Berghorst verschuldet hatte. Und in der 56. Minute durch Milan Sekulic, der von einer starken Vorarbeit von Wilhelm Sassenberg profitierte.

Zwischen diesen beiden Treffern hätten Luca de Angelis (Schuss übers Tor) und Alexander Gockel (Schuss gehalten) durchaus ausgleichen können. „Aber da zeigte sich auch wieder unser Problem mit dem Toreschießen“, ärgerte sich Stöppel über die verpassten Chancen. Später probierte es de Angelis mit einem sehenswerten Schlenzer, den Lünens Schlussmann Jörg Lemke stark parierte. Es sollte nicht sein. Nicht an diesem Nachmittag, nicht gegen den Lüner SV.

„Keiner wird es wagen, den LSV zu schlagen“, waren sich die Rot-Weißen am Spielfeldrand längst sicher. Und sie waren einigermaßen überrascht, dass noch sechs Flaschen übrig geblieben waren. „Wir waren einfach zu oft abgelenkt von den Fußballern“, stellte der Bierwart fest und trug die Kisten heim.

TuS: Böcker – Stegt, Kilinc (90. Revermann), Finkelmann (59. Schubert), Krieger – Gockel, Kisker – Mladenovic (90. Syska), Cömcü (90. Pannucci), Johannknecht (78. Schwick) – de Angelis

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