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Fußball: Westfalenliga

„Wusste kaum einer“: Stöppel hadert nach Teilerfolg bei TuS-Einstand

Münster

Einen Zähler fuhr Marcel Stöppel bei seiner Westfalenliga-Premiere mit dem TuS Hiltrup ein. Gegen den SC Verl II ärgerte er sich über die Ausbeute und einen Pfiff, den „kaum einer“ erklären konnte.

Von Thomas Austermann

Hiltrups Nils Johannknecht (r.) wird von den Verlern Giulien Kaps (l.) und Tristan Schubert gebremst. Foto: Wilfried Hiegemann

Mit dem berühmten Teilerfolg endete die Trainer-Premiere von Marcel Stöppel beim TuS Hiltrup. Der Fußball-Westfalenligist trennte sich vom spielstarken Aufsteiger SC Verl II mit 1:1 (1:0) und gab mit der Zeit mehr Spielanteile ab, als ihm lieb war. Mit mehr Glück im Abschluss hätte es trotzdem zum Dreier gereicht.

Stöppels Fazit fiel gemischt aus. „Mit der Punktausbeute bin ich nicht zufrieden, mit unserem Spiel schon“, sagte der 29-jährige vormalige Co-Trainer, der sich angebrachte Kritik am wenig gut harmonierenden Spielleitergespann ersparte. Fast jedenfalls. „Das Gegentor fällt durch einen Freistoß, von dem kaum einer wusste, warum es den gegeben hat.“

Hiltrup setzt gleich auf drei Neue

Sein neuer Kapitän und Eckball-Verantwortlicher Lucas Keysberg gab als Linksverteidiger seinen Einstand, auch die Zugänge Kaan Hizarci in der Kette und Stürmer Stan Schubert durften starten. Und der große Schubert, dem Stöppel eine „bockstarke Vorbereitung“ attestierte, war schnell mitten drin im Geschehen. Er blieb hartnäckig in einer Szene, behauptete vor dem 16-Meterraum den Ball und spielte über die Kette auf Akil Cömcü, der das Anspiel sauber zum 1:0 verwertete (13.). Der dribbelstarke Cömcü sorgte noch öfter für Gefahr – wenn er aufdrehte, passierte was.

Verl spielte mit drei zuletzt aus dem Drittligakader zur U 21 geschickten und gut ausgebildeten Kickern. Kapitän Tristan Schubert führte Regie als erster Aufbau-Akteur. Der starke Außenspieler Maximilian Franke prüfte TuS-Keeper Romain Böcker erstmals. Die jung besetzte SC-Elf schob das Personal gut in die Offensive, patzte aber dann und wann. Cömcü kam nach einem Aufbaufehler zur Szene per Heber gegen den mit Mühe rettenden Torwart Tim Matuschewsky (27.).

Franke verwandelt fragwürdigen Freistoß

In der großen Hitze nahmen sich manche auch außerhalb der Trinkpausen ihre kleinen Erholungsphasen. Nach dem Wechsel blieben die Ostwestfalen häufiger in Ballbesitz, ließen es vorne aber wiederholt an Klarheit fehlen. Den erwähnten Freistoß jagte Franke sehenswert von halblinks ins lange Eck zum 1:1 (58.). Für Schubert kam Luca de Angelis ins Spiel (59.), mit ihm ein ganz anderer Stürmertyp, der im Dribbling wie im Nachsetzen immer alles versucht. Nils Johannknecht setzte einen Drehschuss übers SC-Tor.

Mit einem Solo über den halben Platz sorgte de Angelis für eine Szene, nach Eckball war er zu überrascht vom Freiraum und köpfte drüber. Ins große Risiko ging der TuS nicht mehr, außerdem ließen hier und da die Kräfte nach. „Wir hatten die besseren Torszenen und haben selbst ja kaum etwas zugelassen“, sagte Stöppel und freute sich schon auf Spiel Nummer zwei.

TuS: Böcker – Krieger, Hizarci (65. Kilinc), Sammerl, Keysberg – Mladenovic (90.+2. Finkelmann), Kisker, Gockel, Johannknecht (90.+3 Pannucci) – Schubert (59. de Angelis), Cömcü (79. Güney)

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