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Futsal: Uni-WM und -EM

UFC in Braga und Lodz in dreifacher Mission unterwegs

Münster

Eine WM in Braga, dazu eine EM in Lodz. Die Futsalerinnen und Futsaler des UFC Münster erleben spannende Zeiten. Bei den Welt-Titelkämpfen der Studentinnen stellt der heimische Club ein Gros des Kaders – und geht in Portugal bei der Uni-EM gleich mit zwei Mannschaften an den Start.

Von Henner Henning 

Kira Lücke vom UFC Münster ist mit der deutschen Studentinnen-Nationalmannschaft bei der Uni-WM in Braga. Foto: Georg von Coelln

Aufregende Tage stehen der Futsal-Gemeinde Münster bevor. Ein gemischter Tross mit einer Frauen- und Männer-Auswahl machte sich schon in der Nacht zu Donnerstag im Bus auf den Weg nach Lodz, um dort Deutschland bei den European Universities Games (EUG) zu vertreten.

Die andere Futsal-Reise­gruppe setzt sich am Freitag in Frankfurt in den Flieger nach Braga, wo der UFC Münster einen großen Teil der Studentinnen-Nationalmannschaft stellt, die sich bei der Uni-WM großen Herausforderungen stellt. „Wir sind voll im Futsal-Modus“, sagt Georg von Coelln, Präsident des UFC und ein Pionier der Hallenfußball-Variante, die auch hierzulande immer populärer wird.

Sechs Nationalspielerinnen beim Gegner

Er selbst ist in Portugal als Teammanager dabei, wird all seine Erfahrung und Routine einbringen, um der Mannschaft das bestmögliche Umfeld zu bereiten. Ein solches gab es schon in der Vorbereitung, in der fünf mehrtägige Lehrgänge stattfanden – ein letzter direkt vor dem Abflug nach Braga. „So etwas hatten wir bisher noch nie. Wir hatten professionelle Bedingungen“, sagt von Coelln, der viel Unterstützung vom Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband sowie vom DFB erhielt. Der Verband fördert Futsal mehr und mehr, in naher Zukunft soll auch ein Frauen-Nationalteam etabliert werden.

Erst einmal aber sind die Studentinnen am sprungreduzierten Ball gefragt. Und die stehen in ihrer Dreiergruppe vor zwei fast unlösbaren Aufgaben. Zum Auftakt geht es am Montag gegen die Ukraine, eines der europäischen Top-Teams, zwei Tage später wartet der Vergleich gegen den Titelfavoriten Brasilien mit gleich sechs Nationalspielerinnen. „Das sind fast alles Profis“, meint von Coelln. „Wir hatten nicht gerade Losglück. Aber wir haben schlaue und gut ausgebildete Spielerinnen, die viel lernen werden.“

Erfahrungen sind wichtig

Da es eine Altersbeschränkung (U 25) gibt und internationale Turnier in der jüngeren Vergangenheit coronabedingt kaum oder gar nicht stattfanden, geht Deutschland um das Trainerteam Fabian Nehm/Jeannette Lengersdorf vom Landesstützpunkt Münster sowie sechs UFC-Spielerinnen (Jasmin Jabbes, Jule Krützmann, Gesa Dücking, Kira Lücke, Johanna Groß, Pia Liening-Ewert) ohne große Erfahrungswerte in die WM. „Die wollen wir dort sammeln“, sagt von Coelln, der in Braga auch den Kontakt nach Lodz halten wird.

Greta Kleine-Kalmer

In Polen sind die UFC-Teams unter Flagge der Uni im Einsatz – und haben ambitionierte Ziele. „Wir freuen uns auf den internationalen Spirit, auf größere sportliche Herausforderungen und darauf, dass unsere Teams in diesem Turnier über sich hinauswachsen können“, sagt Greta Kleine-Kalmer, die sich mit Maik Solisch um das Frauen-Team kümmert. Solisch, der zudem die Männer betreut, gibt die Marschroute vor. „Wir wollen mit beiden Mannschaften ins Viertelfinale. Von der Konkurrenz wissen wir noch nichts, die Auslosung folgt vor Ort. Wir lassen uns überraschen.“

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