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Volleyball: 3. Liga Frauen

VC Olympia setzt zum Saisonstart auf einen Interimscoach

Münster

Noch immer wartet der Volleyball-Bundesstützpunkt Münster auf einen neuen Cheftrainer. Immerhin ist geklärt, wer das Drittliga-Team des VC Olympia am Sonntag in Hörde betreut.

Von Wilfried Sprenger

Viele Jahre engagierte sich Marvin Mallach beim Bundesligisten USC. Nun trägt er Verantwortung für die VCO-Talente. Foto: Jürgen Peperhowe

Für die Talente vom Bundesstützpunkt (BSP) Münster sind diese Wochen alles andere als einfach. Zu Beginn des Sommers wechselte Justin Wolff zum Deutschen Volleyball-Verband (DVV), um sich unter dessen Dach einer neuen Aufgabe zuzuwenden. In Berlin engagiert sich Wolff nun als Bundestrainer der Juniorinnen, ein Aufstieg. Am BSP gab es Verständnis für den Karrieresprung des 29-Jährigen, gleichwohl riss die Personalie natürlich eine große Lücke. Wolff war schließlich nicht einfach nur Coach, sondern für die vielen jungen Spielerinnen auch Ansprechpartner in Dingen außerhalb der rein sportlichen Ausbildung.

Seit Wochen bemühen sich der DVV als Entscheider in der Sache und der Westdeutsche Volleyball-Verband (WVV) als Partner des BSP um eine erstklassige Nachfolgelösung. Zu hören war, dass zwar Bewerbungen auf die Stelle eingingen, aber lange keine dabei gewesen sein soll, die dem zurecht hohen Anforderungsprofil genügte. Was grundsätzlich nicht überraschte: Als die Suche begann, waren bei vielen Vereinen, Verbänden und Trainern die Karten schon gelegt. Jaromir Zachrich, als Landestrainer Leiter des Stützpunkts, sprach von einem „unglücklichen Zeitpunkt“. Erst zuletzt kam Bewegung in die Sache, offenbar zeichnet sich eine zeitnahe und tragfähige Lösung ab.

Fallah verletzt, Trio fehlt erkrankt

Beim Saisonauftakt am Sonntag als Gast des TV Hörde trägt Marvin Mallach die Verantwortung für das junge Team. Der Pädagoge besitzt die A-Lizenz und arbeitete beim Bundesligisten USC Münster über viele Jahre als geschätzter Assistenz-Coach den jeweiligen Cheftrainern zu. Am Bundesstützpunkt engagiert er sich nun auch schon einige Zeit, zuletzt unterstützte er dort Marc d‘Andrea, der nach dem Weggang von Wolff die größte Last trug.

Im Team mit einigen anderen gelang es, die schwierige Zeit zu überbrücken. „Ich glaube, wir haben das gut hinbekommen und das Beste herausgeholt“, sagt Mallach. Dennoch könne dies kein Zustand von Dauer sein. „Die Zeit war sehr anstrengend für die Mädchen. Ihnen fehlte der Chef und die klare Bezugsperson.“

Auch die Vorfreude auf den Saisonstart wurde in den vergangenen Tagen gedämpft. Sophia Fallah kugelte sich im Training einen Finger aus und wird definitiv fehlen. Drei weitere Talente meldeten sich mit Erkältungssymptomen ab, am Donnerstag hatte Mallach lediglich acht Spielerinnen im Training. „Ich hoffe sehr, dass sich die Situation bis zum Sonntag entspannt“, so der Coach. Zuwachs bekommt er vom BSV Ostbevern. Amelie Strothoff, die im Sommer vom Stützpunkt zum Zweitligisten wechselt, ist mit einem Doppelspielrecht ausgestattet und steht am Sonntag für den VCO in Hörde am Netz.

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