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Leichtathletik: Laufevent am 12. September

Veranstalter bangen um Durchführung des Münster-Marathons

Münster

Die Zuversicht war groß, dass der Volksbank-Münster-Marathon zumindest 2021 stattfinden kann. Verordnungen und Inzidenzwerte sprachen lange dafür. Doch nun bangen die Organisatoren wieder um den Lauf am 12. September.

Von Jürgen Beckgerd

Über einen solchen Anblick würden sich die Organisatoren am 12. September freuen. Das Archivbild zeigt den Start zum Münster-Marathon 2012. Foto: gap

Zwischen Baum und Borke zu stecken, ist bekanntlich eine ziemlich missliche Situation. Eine, die auch Michael Brinkmann nicht behagen kann, in der sich der Vorsitzende vom Marathon e. V. mit seinen Mitstreitern jedoch seit Wochen befindet. Kann der Volksbank-Münster Marathon am 12. September nun gestartet werden, wie vor geraumer Zeit und angesichts erfreulicher Inzidenzzahlen in der Region noch angenommen werden durfte?

Fest steht, dass Brinkmann und Mitstreiter in Gesprächen mit der Düsseldorfer Staatskanzlei stehen. Die hatte – in Zeiten weniger Infektionen – die Coronaschutzverordnung so ausgelegt, dass 25 000 Zuschauer erlaubt wurden. Allerdings ging die Behörde bei dieser Zulassung von Sportevents in Stadien aus – aber was tun bei Flächenveranstaltungen wie dem Marathon? „Erst hieß es, es sei ein Fehler gemacht worden, der richtiggestellt werden würde“, sagte Brinkmann nach Konferenzen mit Düsseldorf. Gehört habe er – bis Dienstag dieser Woche – nichts.

Wobei die Zuschauerfrage dahingehend geklärt werden könnte, dass die Marathon-Organisatoren den Start- und Zielbereich als am stärksten frequentierte Marathon-Hotspots in den Blick nehmen und entzerren.

Steigt allerdings die Inzidenzzahl bis zum 12. September wieder über die 35er-Marke, steht der Münster-Marathon in Frage. Brinkmann muss abwarten und beispielsweise darauf blicken, wie behördlicherseits argumentiert wird: „Reicht die Inzidenzzahl zur Bewertung der Situation? Oder werden die Belegungen der Intensivstationen in den Krankenhäusern berücksichtigt?“, fragt Brinkmann. Für ihn steht im Fall der Fälle fest: „Unsere Dienstleister sichern sich zunehmend ab. Wenn wir erneut absagen müssen, wird’s teuer.“

Michael Brinkmann Foto: Peter Leßmann
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