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Fußball: Frauen-Westfalenliga

„Haben nichts gegen eine Meisterfeier“: Geht Wacker nächsten Schritt?

Münster

Wacker Mecklenbeck hat eine durchwachsene Vorbereitung auf die Westfalenliga-Saison hinter sich. Coach Felix Melchers erklärt, warum er darüber nicht böse sein kann und welches Ziel er ausruft.

Haben die ersten drei Plätze in der Westfalenliga fest im Visier: Wacker Mecklenbecks Tessa Schipke, Laura Bezhaev, Paula Funcke und Verena Funke (v. l.) starten am Sonntag in die neue Saison. Foto: Wilfried Hiegemann

Platz vier in der Westfalenliga und dazu der Sieg im Kreispokal: Die erste Saison von Felix Melchers als Coach von Wacker Mecklenbeck konnte sich sehen lassen. Das führt unweigerlich dazu, dass die Zielsetzung für die neue Spielzeit noch ein Stück ambitionierter geworden ist. Der Startschuss in der Liga fällt für Wackers Frauen am Sonntag (15 Uhr, Egelshove) gegen den SV Kutenhausen-Todtenhausen.

Wie ist die Stimmung bei Wacker? Das 2:0 im Westfalenpokal gegen den Delbrücker SC war für Mecklenbecks Trainer „ein gutes Zeichen“ – zumal der Pokalgegner, ein Landesligist, im Test jüngst noch gegen Kutenhausen-Todtenhausen gewonnen hatte. Das tröstet so ein bisschen über die traditionell schwierige Vorbereitung hinweg. „90 bis 95 Prozent der Mannschaft sind Studentinnen und die Semesterferien sind nahezu die einzige Zeit, in der sie verreisen können“, erklärt Melchers, der folglich meist mit nur zwölf, 13 Flemmerinnen trainierte. „Das ist sicher nicht ideal, um sich auf eine Westfalenliga-Saison vorzubereiten.“ Einen Vorwurf macht der Trainer seiner Truppe freilich nicht. „Wir spielen in der vierten Liga, das ist im Männerfußball oft schon Profitum, aber im Frauenbereich gibt es vielerorts nicht mal eine Aufwandsentschädigung“, sagt Melchers. „Ich habe größtes Verständnis dafür und kann die Leine auch mal locker lassen.“

Was geht nach Platz vier im Vorjahr? Trotz der durchwachsenen Vorbereitung bleibt Mecklenbeck bei den gesteckten Zielen – und die beschreibt Melchers so: „Ein Platz in den Top 3 muss drin sein. Wir wollen uns in jedem Fall verbessern und es ist kein Absteiger aus der Regionalliga runtergekommen.“ Der SSV Rhade und Germania Hauenhorst landeten in der Vorsaison zwischen Wacker und Meister FSV Gütersloh II. Die beiden Clubs hat Melchers auch dieses Jahr auf dem Zettel. Reicht es womöglich sogar für den ganz großen Sprung? „Bei uns hätte niemand etwas gegen eine Meisterfeier und den Aufstieg“, sagt Melchers. „Aber eine Vorbereitung wie unsere kann dafür eigentlich nicht reichen, wenn Rhade mit 25 Spielerinnen ins Trainingslager fährt.“

Der Kader

Was hat der Coach im Sommer verändert? Neben dem Dauerthema Chancenverwertung stand das Spiel gegen den Ball auf der Agenda. „Wir haben einen Mittelweg gefunden zwischen meiner Idee und einer Lösung, die den Mädels ein Sicherheitsgefühl vermittelt“, erklärt Melchers. Es wird also nicht mehr dauerhaft so hoch attackiert wie im Vorjahr, auch weil das ab und an nicht wie gewünscht funktionierte. Wacker baut weiter auf ein 4-3-3, diese Grundordnung aber wird flexibel gehalten und situativ an die individuellen Fähigkeiten der ersten Elf angepasst. „So dürften die anderen Vereine noch schwerer verstehen, was wir auf den Platz bringen wollen“, sagt Melchers.

Wie sieht’s personell aus? Im Tor beginnt Neuzugang Lena Kloock, weil Jule Krützmann bis Oktober unterwegs ist. Melchers: „Lena wird eine der besten Torhüterinnen in der Westfalenliga.“ Mit Karima Abou Hamed und Greta Bergmann sind zwei U-17-Mädels spielberechtigt, die aber vorwiegend in der Jugend-Regionalliga auflaufen sollen.

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