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Fußball: Westfalenliga Frauen

Wacker Mecklenbeck plant unter Neu-Trainer Melchers die Systemumstellung

Münster

Für Felix Melchers ist Wacker Mecklenbeck die erste Trainerstation in Münster. Aber ein Neueinsteiger ist er auch mit 25 Jahren nicht. Beim Frauen-Westfalenligisten plant der Fachredakteur, der gerade sein Studium beendet hat, nun eine Systemumstellung.

Von Thomas Austermann

Paula Funcke Foto: fotoideen.com

Das Ziel suchte er sich selbst aus. Felix Melchers wollte seine am Niederrhein gestartete Karriere als Trainer einer ambitionierten Frauen-Fußballmannschaft unbedingt fortsetzen und schaute in der münsterischen Szene genau hin, ehe er sich bei Wacker in Mecklenbeck bewarb.

An der Egelshove schien ihm die gewünschte Perspektive gegeben. Der 25-jährige WWU-Student, der schon seit 2015 in Münster lebt und lange Zeit zu seinem Bezirksliga-Club TSV Wachtendonk-Wankum pendelte, hat die Arbeit beim Westfalenligisten aufgenommen, der den jungen B-Lizenzinhaber mit bereits achtjähriger Trainererfahrung gerne längerfristig beschäftigen möchte.

Redakteur beim Sportfachverlag Philippka

Für Melchers fügt sich vieles bestens zusammen: Mit Abgabe seiner Bachelorarbeit im Fach Sport startet er bald in den Beruf als Redakteur beim Sportfachverlag Philippka, Abteilung Fußballtraining. Als Werkstudent hat er sich hier bereits etabliert. „Da ich mich also in Münster festsetze, machte es Sinn, hier meiner Trainer-Leidenschaft nachzugehen“, sagt er und beschreibt sich als „sehr ambitionierten Coach“. André Frankrone, Sportlicher Leiter bei den Wacker-Frauen und langjähriger Trainer der Ersten, findet: „Felix bringt sehr viel mit, ist noch jung und kommt gut an im Kader. Auch perspektivisch passt das für uns.“

Das Aufgebot hat sich in der pandemiebedingten Auszeit kaum verändert, sieht man vom längst vollzogenen Umzug Britta Steins nach Köln und der Rückkehr von Vanessa Symalla nach Gremmendorf ab. Neuzugänge gibt es bis auf Gianna Grillemeier (SG Telgte) keine. Ob die 23 Jahre alte Defensivspielerin in der Ersten oder der Landesliga-Zweiten spielt, wird sich während der Vorbereitung weisen.

Felix Melchers

20 Feldspielerinnen und drei Torfrauen sammelt Melchers derzeit auf dem Platz und erkennt „kaum ein Leistungsgefälle. Da ist es meine Aufgabe, allen gerecht zu werden.“ Geprägt wird das Aufgebot, dem Co-Trainerin Simone Westerhoff treu bleibt, noch immer von einem etablierten Stamm an vereinstreuen Spielerinnen.

Auch die sollen und wollen Neues lernen. „Die Systemumstellung ist ein großes Thema bei uns“, erklärt Melchers, der als Freund des niederländischen wie spanischen Fußballs „einen koordinierten Aufbau und nur wenige lange Bälle“ sehen möchte. „Das 4-2-3-1 war wohl die gängige Formation, von der würde ich gerne abrücken.“ Im 4-3-3 soll sich Wacker künftig wohlfühlen. „Ich nehme dabei alle Spielerinnen in die Verantwortung. Sie sollen mit dem Ball am Fuß Spaß entwickeln“, wünscht sich Melchers. „So lange wir den Ball haben, rennt der Gegner hinterher.“

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