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Fußball: Westfalenliga Frauen

Wacker-Sieg fällt zu niedrig aus – Sorge um Freudenberger Spielerin

Münster

Viele Chancen, nur ein Tor – der 1:0-Sieg von Wacker Mecklenbecks Frauen gegen Fortuna Freudenberg wurde trotzdem zur Nebensache, da eine Spielerin der Gäste in der Schlussminute zusammenbrach. Das Spiel wurde anschließend regulär abgepfiffen.

Von Johan Sühling

Kristin Dircks (l.) lässt sich auch in dieser Szene nicht von der Freudenbergerin Emelie Arns bremsen. Foto: Wilfried Hiegemann

Felix Melchers sagte nach dem Spiel Interessantes. „Ich wäre gerne sauer auf meine Mannschaft, aber das kann ich nach dieser Leistung nicht wirklich sein“, so der Trainer von Wacker Mecklenbeck. Denn im Duell mit Fortuna Freudenberg erspielte sich der Gastgeber mit starken Kombinationen Chance um Chance – und gewann am Ende doch nur 1:0 (1:0).

Es wirkte beinahe wie verhext: Das Tor der Gäste aus dem Siegerland schien wie zugenagelt. Das lag an zum einen an der fast unüberwindbaren Torfrau Ann-Kathrin Stötzel, zum anderen aber auch an einem starken Schlendrian in der Chancenverwertung. „Normalerweise müssen wir die Gegnerinnen mit fünf, sechs oder sogar sieben Buden nach Hause schicken“, fand Melchers – und übertrieb keineswegs. Von Beginn an waren die Münsteranerinnen komplett überlegen, behaupteten permanent den Ball – und wenn der doch einmal verloren ging, wurde er sofort zurückerobert. „Das war das, was ich sehen will! Wir haben sehr kontrolliert und flexibel gespielt“, so Melchers.

Geldschläger macht das einzige Tor

Auch Torraumszenen gab es zuhauf. In der siebten Minute hatten die Gäste noch Glück, als ein Schuss von Laura Bezhaev geblockt wurde. Wenig später machte es Hannah Geldschläger dann besser, als sie einen Querpass von Neele Kesse zum 1:0 einschob (12.). Auch danach blieb es ein Spiel auf ein Tor. Das Ergebnis hätte sogar vor der Halbzeit noch deutlicher aussehen können: Erst schoss Laura Oerter beinahe ins eigene Tor (29.), dann rettete Stötzel gegen Kristin Dircks (45.)

In der zweiten Hälfte wurde es dann noch eindeutiger: Wacker hatte Großchancen im Minutentakt, doch es blieb dabei: Das erlösende zweite Tor wollte einfach nicht fallen. Kesse scheiterte gleich doppelt an Stötzel (56., 62.), auch gegen Sarah Zinn hielt die Keeperin zweimal stark (71., 73.). Der Lucky Punch gelang den Gästen allerdings nicht mehr.

Dass Fußball doch nur eine Nebensache ist, zeigte sich in den Schlussminuten: Eine Freudenbergerin brach ohne Fremdeinwirkung ohnmächtig auf dem Feld zusammen und musste vom Krankenwagen abtransportiert werden. Weitere Infos gab es bis zum Abend nicht.

Wacker: Krützmann, Krieger (84. Theobald), Selle, Schipke, Bezhaer – Faber - Weber (68. Zinn), Geldschläger – Dircks, Kesse, Funcke

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