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Fußball: Tribünengespräch

Wackers gestiegene Ansprüche – Nullacht trotzt den Standards

Münster

Der misslungene Saisonstart? Abgehakt. Die Fußball-Frauen von Wacker Mecklenbeck haben ihren Fehlstart spätestens mit dem 2:1-Erfolg gegen den VfL Bochum II korrigiert. Und auch die Kanalkicker des SC Münster 08 haben auf die erste Niederlage die richtige Reaktion gezeigt – und grüßen nun von der Spitze.

Von Thomas Rellmann und Camillo von Ketteler 

Sorgte hinten für Sicherheit und verwandelte vorne nach einem Eckball zum 3:1: Nullachts Malte Mathieu (r.). Merlin Heinz (l.) und seine Emsdettener hatten das Nachsehen. Foto: Bernd Oberheim

Die Ansprüche bei den Frauen von Wacker Mecklenbeck sind spürbar gewachsen. Nach dem 2:1-Coup gegen Spitzenreiter VfL Bochum II nahm Coach Felix Melchers kein Blatt vor den Mund. „Ich habe den Mädels vorher gesagt, dass es ein guter Tag ist, um unseren kleinen Fehlstart wettzumachen.“

Ja, das 1:2 zum Auftakt gegen den SV Kutenhausen-Todtenhausen hängt noch immer nach. Aber anschließend haben die Münsteranerinnen eben auch dreimal den Platz als Sieger verlassen. „Wir mussten einfach gewinnen, um vorne weiter dabei zu sein“, so der Trainer. „Jetzt haben wir eine gute Position.“ Die nächsten Gegner sind aus seiner Sicht schlagbar. „Da müssen wir gewinnen, wenn wir oben mitmischen wollen. Eine kleine Serie, und dann wird es spannend, wenn wir gegen Iserlohn und Hauenhorst ranmüssen.“ Die Ziele sind deutlich abgesteckt.

Leonhard Pohlmeyer trifft doppelt

Bärenstark präsentiert sich auch der SC Münster 08 in dieser frühen Phase der Saison. Vier Siege, ein Remis und nur eine Niederlage brachten den Kanalkickern bereits zwölf Punkte ein – und der 4:2-Erfolg im Bezirksliga-Spitzenspiel bei Emsdetten 05 die Rückkehr an die Tabellenspitze. Trainer Gerrit Göcking war nach dem Spiel erleichtert, dass seine Truppe sich so gut angestellt hatte. „Bei dem Wetter auf einem Rasenplatz, das war richtig intensiv“, sagte er. Auch wenn Emsdetten einen „Top-Platz“ aufbot, in den frühen Momenten der Partie fehlte den Kanalkickern noch der Rhythmus. „Da sind wir nicht richtig in die Zweikämpfe gekommen, mussten uns erstmal finden“, sagte Göcking. Den ersten richtig gut gespielten Angriff aber verwandelte Doppelpacker Leonhard Pohlmeyer zur Führung (24.). „Da hatten wir den Fuß in der Tür“, sagte Göcking.

Blick auf ruhenden Ball

Bei der bisher einzigen Saisonniederlage, als man in der vergangenen Woche zu Hause mit 1:3 dem SV Mesum II unterlag, brachen zwei Standards Nullacht das Genick. Göcking hatte daher einen besonderen Blick auf den ruhenden Ball, der auch am Sonntag wieder hätte zum Problem werden können. Nach einem abgeblockten Standard führte der zweite Ball zum 1:1. Schlimmeres aber konnte seine Defensive diesmal verhindern. „Emsdetten hatte gefühlte 50 Standards. Da wir da letzte Woche zwei bekommen haben, bin ich froh, dass wir das heute zumindest grundsätzlich besser gemacht haben – und durch Malte Mathieu dann sogar noch selber nach einer Ecke getroffen haben“, sagte er.

BWA mit Personalproblemen

Am anderen Ende der emotionalen Gemütsskala befindet sich BW Aasees Coach André Kuhlmann, dessen Kicker mit 0:5 bei der SV Ibbenbüren untergingen. „Unfassbar viele Verletzte und Urlauber“ hatte sein Team, das dazu auf den gesperrten Lennart Märten verzichten musste. „Ich hätte als dritten Einwechselspieler noch einen Torwart bringen können“, verdeutlichte Kuhlmann die prekäre Lage. „Ich hoffe, dass wir durch Neuzugänge in den nächsten Wochen ein bisschen mehr Breite reinkriegen. Und dann müssen wir Punkte holen.“

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