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Basketball: 2. Bundesliga Pro B

Wahnsinn am Berg Fidel – WWU Baskets machen gegen Schwenningen Finale klar

Münster

[Mit Video] Sie setzen immer noch einen drauf. Die WWU Baskets Münster haben tatsächlich als Neuling in der 2. Bundesliga Pro B das Finale der Playoffs erreicht. Im dritten Halbfinalspiel schlugen sie in einem packenden Match am Samstagabend die Panthers Schwenningen 86:83. Die Halle bebte. 

Thomas Austermann

Sie feiern wieder: Die Baskets sind im Finale. Foto: Jürgen Peperhowe

Playoffspiel Nummer sieben war noch nicht der letzte Auftritt der WWU Baskets Münster: Vor erneut 3000 Zuschauern, die schier aus dem Häuschen waren und in einen Konfetti-Regen getaucht wurden, warfen die Gastgeber in Berg Fidel die Panthers Schwenningen aus der Saison.

Damit zogen die Baskets nach dem 86:83 (43:37) im dritten Halbfinalspiel ins Finale ein, dessen erste Partie am 1. Mai (Mittwoch, 18 Uhr) in Berg Fidel gegen die Bayer Giants Leverkusen die nächste Partyrunde bringen soll. Es ist nahezu unglaublich, zu was die Aufsteiger in die Lage sind, wenn sie liefern müssen. Und die Fans honorierten das ausgiebig gegenüber den restlos ausgelaugten Gewinnern.

„Jetzt haben wir ein Derby im Endspiel, nicht zu fassen“, suchte Baskets-Trainer Philipp Kappenstein fast nach Worten, während er von der Kulisse gefeiert wurde. 29 Saisonspiele sind jetzt bestritten worden, und dieses 29. toppte in vielerlei Hinsicht alles bisher erlebte. Drei Viertel lang dominierten die Baskets (23:19, 20:18 und 20:16) gegen überraschte Schwarzwälder, die 1:9 hinten lagen und sich gegen umformierte Baskets schwer taten.

Gelungene Überraschung

„Wir wollten sie überraschen, und das ist uns gelungen“, sagte Kappenstein, der in der Startaufstellung mit Malcom Delpeche und Kai Hänig begann, die die Zonen dominierten. Zudem agierten die Gastgeber durchgehend mit einer Manndeckung statt zu wechseln, was üblicherweise gemacht wird.

Die hohe Intensität und die Bereitschaft, defensiv alles raus zu hauen, entschied letztlich neben der klugen Taktik. Schwenningen kam beim 23:23 erstmals zum Ausgleich und legte kurz vor, weil Rasheed Moore (28 Punkte) treffsicher agierte.

Andrej König

Aufbau Konstantin Karamatskos wurde von Andrej König bewacht, der eine imponierende Vorstellung bot in dieser Spezialaufgabe. Und mit 19 Punkten zweitbester Werfer war. „Mir macht das ja Spaß, den Gegenspieler zu ärgern“, sagte der Routinier, der am Ende mit Krämpfen am Boden lag und behandelt werden musste.

Immer wenn es eng wurde, hatten die Baskets eine Antwort parat. Und eng wurde es auf der Aufbauposition, denn zeitig waren Jojo Cooper und der seinen 18. Geburtstag feiernde Nico Funk vorbelastet und mussten aufpassen. Cooper verpasste die letzten sechs Minuten, Funk die letzten drei. Alex Goolsby rückte in die Regiezentrale.

Im vierten Viertel musste es also eng werden, aber Münster setzte die Freiwürfe. Im gesamten Spiel gab es nach etlichen umstrittenen Entscheidungen alleine 50 Freiwürfe für Schwenningen. Auch dieses Manko der Benachteiligung aber warf die Baskets nicht aus der Bahn.

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