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Fußball: Westfalenliga

Wassey schaltet und waltet beim Westfalia-Erfolg über Deuten

Münster

Ein bisschen war Westfalia Kinderhaus zuletzt in Schieflage geraten. Nun meldete sich der Westfalenligist mit einem 3:0 gegen den Tabellenletzten RW Deuten zurück. Ein Ex-Profi zog im Mittelfeld die Fäden. Der Sieg fiel allerdings zu niedrig aus.

Bester Kinderhauser: Massih Wassey Foto: Wilfried Hiegemann

Westfalia Kinderhaus kann doch noch treffen. Nach zuletzt vier sieglosen Spielen in Serie und gerade mal zwei mickrigen Toren klappte es mal wieder mit einem Erfolg: Gegen den Tabellenletzten RW Deuten setzten sich die Münsteraner hochverdient mit 3:0 (1:0) durch. Ist der Knoten geplatzt? Mitnichten, schließlich hat der Gegner in den ersten fünf Liga-Spielen seine Klassentauglichkeit nur bedingt nachgewiesen und musste bereits 21 Treffer schlucken. Dazu kommt, dass Westfalias Torausbeute darüber hinwegtäuscht, dass immer noch ziemlich schludrig mit den zahlreichen Chancen umgegangen wurde. Trainer Holger Möllers war dennoch zufrieden: „Am Ende des Tages hätte uns ein 1:0 die gleiche Punktzahl gebracht.“

Erstes Tor seit 228 Minuten

Auf die Führung musste das Publikum nicht lange warten: Fabian Witts Schuss hielt Marvin Radüchel noch, Massih Wassey staubte aber ab (3.). Das erste Tor seit 228 Minuten. Auch danach lief beinahe alles über den Schützen: Einen Distanzschuss kratzte Radüchel aus dem Winkel (13.), er war auch nach einem starken Steilpass von Wassey hauchzart vor Airton am Ball (25.).

Zu diesem Zeitpunkt war die Führung bereits absolut verdient, Deuten fand offensiv allerdings auch kaum statt. Erst kurz vor der Pause wurde es noch mal spannend: Nach einer Ecke von Wassey – von wem sonst – brannte es im Strafraum der Gäste lichterloh. Doch aus dem Getümmel schaffte es niemand, den Ball im Tor unterzubringen. So rollte der Deutener Konter in die andere Richtung, doch Tim Siegemeyer parierte gegen Dennis Dreper und im Nachschuss gegen Evgenji Lakstankin stark. Die Situation war immer noch nicht vorbei, jetzt konterten die Hausherren und auch Radüchel zeichnete sich doppelt gegen Luis Haverland aus. Eigentlich unglaublich, dass aus dieser Situation kein Tor entstand (40.). Weil auch Wassey noch mal eine Riesenchance liegenlassen hatte, hätte das Spiel schon vor der Halbzeit entschieden sein können (45.).

Haverland schafft Erleichterung

So dauerte es bis zur 59. Minute, bis endlich das erlösende 2:0 fiel. Nick Rensing verlängerte einen Einwurf auf Luis Haverland, der aus der Drehung traf. Die Partie war damit mehr oder weniger durch, Kinderhaus zog sich weiter zurück und überließ den Gästen das Ruder. Diese wurden offensiv allerdings nicht zwingend genug, um doch noch ein Comeback zu starten. Stattdessen hätte Haverland, nachdem er Radüchel ausgetanzt hatte, sogar auf 3:0 stellen müssen, traf aber nur den Pfosten (75.). So schnürte der Stürmer erst in der Nachspielzeit den Doppelpack, als er nach Radüchels Parade gegen Fabian Witt zur Stelle war. Auch dieser Angriff wurde, man kann es sich denken, von Wassey eingeleitet.

Westfalia: Siegemeyer – Peters (81. Lambert), Graberg, Niehues, Schöneberg (85. Wesberg) – Rensing (68. Schürmann) – Wassey, Airton (74. Ritter)– F. Witt, Haverland, J. Witt (74. Hammami)

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